Wolf_Tamins

Jungwolf im Graubünden gewildert

  • Sophie Ryser
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Bei Tamins am Fusse des Calanda wurde ein Jungwolf gewildert. Dies berichtet die Gruppe Wolf Schweiz. Das Zusammenleben mit dem Wolfsrudel am Calanda funktioniert eigentlich mehrheitlich sehr gut. Wie kürzlich berichtet, geht von den Wölfen keine Gefahr aus, viele Menschen sind aber durch die Nähe der Tiere beunruhigt (wir berichteten). Die Aussetzung einer Belohnung für sachdienliche Hinweise, welche zur Ergreifung des Täters führen, wird geprüft.

Nach vorliegendem Kenntnisstand handelt es sich beim gewilderten Tier um einen im Jahr 2013 geborenen Welpen des Wolfsrudels am Calanda. Der Kadaver wurde für eine genaue Untersuchung und für die Abklärung der Todesursache dem pathologischen Institut der Universität Bern übergeben. Mittlerweile steht fest, dass der Wolf an den Folgen einer Schussverletzung gestorben ist. Aufgrund der Befunde kann man davon ausgehen, dass das beschossene Tier noch einige Tage gelebt hat, bevor es an den Folgen der Schussverletzung verendet ist.

Mit dem Abschuss eines Welpen bleibt das Rudel intakt und wird weiterhin sein angestammtes Gebiet durchstreifen. Zur Konfliktlösung trägt ein solcher Abschuss deshalb nichts bei. Der Abschuss des Wolfes mit einer Kugelwaffe lässt darauf schliessen, dass es sich nicht um eine versehentliche Tötung während der zurzeit laufenden Fuchsjagd handelt, welche im Kanton Graubünden nur mit Schrot ausgeübt wird, sondern um vorsätzliche Wilderei. Die Gruppe Wolf Schweiz verurteilt diese Tat aufs schärfste und begrüsst die Anzeige gegen Unbekannt, welche das bündnerische Bau-, Verkehrs- und Forstdepartement erhoben hat.

Die Gruppe Wolf Schweiz prüft zurzeit weiter, ob sie ein Kopfgeld auf den unbekannter Täter aussetzen will. Dieses versteht sich als Belohnung für sachdienliche Hinweise, welche zur Ergreifung des Täters führen. Allfällig eingehende Hinweise werden an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet.

Medienmitteilung Gruppe Wolf Schweiz

Medienmitteilung Kanton Graubünden

Bild: Kanton Graubünden

2 Kommentare

  • Sophie Ryser

    Es ist doch so, dass wir sowieso Wildtiere in der Schweiz haben. Und dazu gehört halt nun auch der Wolf, welcher übrigens früher hier heimisch war und nun langsam wieder zuwandert. Wenn nicht der Wolf das Wild reguliert, muss es der Mensch tun. Ob es nun schöner ist, von einem Wolf gerissen zu werden oder abgeschossen zu werden, darüber lässt sich natürlich streiten. Der Wolf hat aber den entscheidenden Vorteil, dass er gezielt die schwachen und kranken Tiere reisst und somit die Populationen gesund erhält. Und natürlich kann es kein schönes Wolfsleben sein, wenn diese nach kurzer Zeit erschossen werden, aber dies zu verhindern ist schliesslich auch das Ziel. Der Wolf hatte früher seinen Platz in der Schweiz und wenn wir ihm etwas toleranter begegnen würden, könnte er auch heute noch ohne Probleme ein Teil unserer Natur sein.

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  • harybo

    was soll das besonderes sein ?ein wolf, jedes tier ist in dem sinn etwas besonderes, schafe, rehe, hirsche, gemsen, ihr leiden , bei einem wolfs riss, scheint biologen, idealisten und co wünschens wert und natürlich zu sein, dieses verhalten der ganzen wolfs beführworter elite,in dieser kleinen dichtbesiedelter, überbeanspruchter natur, finde ich einfach nur krank, was haben diese wolfrudel für eine zukunf, narkotisiere, markieren, besendern, schluss endlich erschiessen wahrlich ein schönes wolfs leben.

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