© Mike Knell [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Junge Grüne: zweite Gotthardröhre – für die Bahn

  • Roman Vonwil
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In der kommenden Herbstsession wird das Parlament mit grosser Wahrscheinlichkeit einer zweiten Gotthardröhre für den Autoverkehr zustimmen und erneut den vom Volk angenommenen Alpenschutzartikel missachten. Die Jungen Grünen fordern den Bundesrat und das Parlament auf, anstelle einer zweiten Autoröhre den jetzigen Strassentunnel als Eisenbahntunnel für einen Autoverlad umzubauen.

Um den Verkehr auf der Nord-Süd Achse endlich zu reduzieren, fordern die Jungen Grünen den Umbau des bestehenden Autotunnels in einen Eisenbahntunnel. Durch diese zweite Gotthardröhre für den Eisenbahnverkehr zwischen Göschenen und Airolo (zusätzlich zum NEAT Basistunnel) entsteht eine genügend hohe Kapazität, um den Individualverkehr in der Zukunft auf der Schiene abzuwickeln.

Der überregionale Schwerverkehr soll, wie von Volk und Ständen beschlossen mit der Bahn durch die Schweiz befördert werden. Der regionale Schwerverkehr kann zwischen Erstfeld und Biasca auf die Bahn verladen werden. Der neue NEAT-Tunnel hat hierfür eine genügend hohe Kapazität.

Die Verlagerung von der Strasse auf die Schiene bringt nur Vorteile. Andreas Lustenberger, Co-Präsident der Jungen Grünen, dazu: „Durch diese Massnahme wird die vom Volk angenommen Alpeninitiative umgesetzt, der CO2-Ausstoss sowie die Luftverschmutzung reduziert. Zudem erleben dadurch auch das Reusstal und die Leventina eine ökologische und touristische Aufwertung“.

Dank dieser Lösung entfallen einerseits die Kosten für die teure und wiederkehrende Renovation des Strassentunnels. Anderseits entstehen durch den Autoverlad wertvolle Einnahmen für den Bund. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Reusstals und der Leventina würde mit Bestimmtheit eine günstige Lösung gefunden werden. Auch für die einzelnen Automobilistinnen und -mobilisten wird die Durchquerung der Alpen nicht teurer, denn wegen des Eisenbahnverlades fallen die Benzinkosten geringer aus.

Dass ein Eisenbahntunnel mit Autoverlad gut funktioniert, zeigen die Beispiele des Lötschberg- und des Vereinatunnels. Die Jungen Grünen sind überzeugt, dass mit der Eisenbahnlösung ein grosser Schritt vorwärts gemacht werden kann. Der Alpen dürfen nicht weiter auf Kosten der Umwelt und Gesundheit für den Schwer- und Individualverkehr durchlöchert werden.

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