Jugendliche fordern Nachhaltigkeit im Lehrplan

  • Monika Jung
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karte_enkeltauglichIn der Schule und in der Ausbildung müsste viel mehr Wissen über die Probleme der Welt und unsere Verantwortung vermittelt werden. Dies vertreten 72 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren in der Schweiz, wie eine repräsentative  Befragung des Meinungsforschungsinstituts ISOPUBLIC im Auftrag der Bildungskoalition der NGO, in der auch der WWF vertreten ist, ergeben hat. Mangel an Nahrung und Trinkwasser, Armut in vielen Ländern, Klimawandel und Umweltzerstörung sowie Verknappung von Rohstoffen betrachten die Jugendlichen als die grössten Herausforderungen der Zukunft. Die grosse Mehrheit der Jugendlichen ist bereit, sich für die Lösung dieser Probleme zu engagieren. 84 Prozent der 14-bis 18-Jährigen würden sich in der Freizeit engagieren, wenn sie wüssten, wie sie sich beteiligen könnten.

«Die Bildungspolitikerinnen und -politiker müssen die Meinung der Jugendlichen ernst nehmen, wenn sie nicht über den Kopf der Kinder und Jugendlichen hinweg die Lernpläne schmieden wollen», sagt Ueli Bernhard, Leiter der Bildungskoalition der Nicht-Regierungsorganisationen und WWF-Beauftragter für Bildungsreformen. Viele Lehrpersonen und kantonale Lehrpläne haben heute schon Themen der Nachhaltigkeit in den Unterricht integriert. Alle grossen Organisationen in der Schweiz, die die Jugend, die Umwelt, die Gesundheit und die Hilfswerke vertreten, stehen hinter den Anliegen der Jugendlichen. «Wir wollen keinen Rückschritt, sondern eine zukunftsfähige Lösung in der Schule», so Bernhard weiter.

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Bild: Bildungskoalition der NGO

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