Jeder Sechste lärmgeplagt

  • Barbara Darani
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autobahnLärm stellt aus gesundheitlicher und ökonomischer Sicht heute eines der grössten Umweltprobleme der Schweiz dar. Erstmals hat das BAFU die Lärmbelastung aus den Hauptquellen Strassen, Bahn und Flugverkehr flächendeckend berechnet. Die Berechnungen zeigen: die bedeutendste Lärmquelle in der Schweiz ist der Strassenverkehr. Er verursacht einen flächenhaften Lärmteppich, der sich über grosse Teile der Schweiz ausbreitet. Rund 1,2 Mio. Menschen sind tagsüber schädlichem oder lästigem Strassenverkehrslärm ausgesetzt. Das sind 16 Prozent aller Schweizerinnen und Schweizer. Während der Nacht leiden immer noch rund 10 Prozent der Bevölkerung unter dem Verkehrslärm. Ob Lärm schädlich oder lästig ist, wird mit Hilfe der Immissionsgrenzwerte beurteilt, die – je nach Nutzung des Standorts – zwischen 55 und 70 Dezibel am Tag und zwischen 45 und 60 Dezibel in der Nacht liegen. Nach dem Stand der Wissenschaft stört Lärm unterhalb dieser Werte die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich. Der Eisenbahnlärm tritt entlang schmaler Lärmkorridore auf. Im Vergleich zur flächenhaften Belastung durch den Strassenverkehrslärm sind wenige Menschen von Bahnlärm betroffen, nämlich 70’000 Menschen am Tag und 140’000 in der Nacht. Der Fluglärm konzentriert sich auf die beiden Landesflughäfen Zürich und Genf und die dazugehörigen Agglomerationen. Von erhöhtem Fluglärm am Tag sind 0.9 % der Gesamtbevölkerung (65’000 Personen) und 1 % der Wohnungen (30’000) betroffen.

BAFU

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