© ravas51 [CC-BY-SA-3.0], via Flickr
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Japan fängt wieder Wale

  • Amanda Buol
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In Japan wird trotz internationaler Proteste von Umweltaktivisten der Walfang in der Antarktis wieder aufgenommen. Eine Schiffsflotte machte sich Anfangs Dezember auf den Weg. Die gefangenen Wale sollen angeblich zu Forschungszwecken dienen. 

Nach dem Entscheid des internationalen Gerichtshofs in Den Haag im Frühling 2014 musste Japan den Walfang in der Antarktis einstellen. Die Begründung sei, dass der „wissenschaftliche“ Walfang zu kommerziellen Zwecken diene. Das Verbot des kommerziellen Walfangs besteht seit 1986. Jedoch beruft sich Japan auf die Ausnahmeregelung des „wissenschaftlichen“ Walfangs.

Nun will die japanische Fischereibehörde nach einer ausgesetzten Saison wieder in See stechen. Dafür haben sie den Walfangplan angepasst. Neu sollen pro Saison statt 900 nur noch 333 Zwergwale für Forschungszwecke getötet werden. Dabei soll das Jagdgebiet ausgedehnt werden.

Regierungen und Naturschützer kritisieren Japans Vorgehen. So ist die Australische Regierung der Meinung, dass Walforschung auch ohne Tötung der Tiere gehe. Mehrere japanische Umweltorganisationen fordern die Regierung auf, sich an die internationalen Regeln zu halten und sich für den Ozean zu engagieren.

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