Jagdstatistik: Auch 2003 wurde Jagd auf gefährdete Tiere gemacht

  • Redaktion Naturschutz
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In der Schweiz sind die Bestände und die Abschusszahlen der grösseren Wildtiere derzeit stabil. Dies zeigt die Eidgenössische Jagdstatistik 2003, die das BUWAL veröffentlicht hat.
Problematisch präsentiert sich die Lage jedoch bei einzelnen kleineren Arten: Die Zahl der geschossenen Baummarder beispielsweise ist in den vergangenen Jahren laufend gesunken und lässt einen Rückgang der Art vermuten. Eine systematische Überwachung der Marderbestände soll Auskunft geben.

Auch im Jahr 2003 gerieten wieder viele Wildvögel vor die Flinte – darunter zum Beispiel 588 der gefährdeten Birkhühner und 1577 der bedrohten Waldschnepfe. Feldhasen wurden auch wieder vermehrt geschossen: 2639 Tiere gerieten ins Visier. Jäger melden, die Art werde wieder häufiger.
Aus Sicht der Naturschutzverbände ist dies ein absoluter Skandal. Die Jäger betonen gerne, dass die Jagd zur Regulation der Bestände nötig sei, was bei grösseren Huftieren stimmen mag. Doch gleichzeitig machen sie Jagd auf gefährdete Arten. Dies ist für die Bestände negativ, bringt den Jägern nicht viel und kratzt zudem heftig an ihrem Image. Bezeichnend ist, dass die obigen Zahlen in der Buwal-Medienmitteilung nirgends auftauchen.

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BUWAL Jagdstatistik 2003
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