© JagdSchweiz
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JagdSchweiz vergibt Hegepreis für Naturschutzprojekte

  • Roman Vonwil
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Bei seiner dritten Austragung konnte die Jury des Hegepreises von JagdSchweiz aus sieben hochstehenden Naturschutzprojekten die besten auswählen. Das diesjährige Siegerprojekt kommt von der Jagdgesellschaft Pardiel, Bad Ragaz (SG) und ist ein Paradebeispiel für ein gesamtheitliches und nachhaltiges Hegesystem im ganzen Revier. Mit dem Hegepreis zeichnet die Dachorganisation der Schweizer Jäger jährlich die besten und innovativsten Projekte zugunsten der Vielfalt von Lebensräumen und Arten aus.

Anfang Jahr forderte JagdSchweiz die rund 30‘000 Schweizer Jägerinnen und Jäger auf, ihre Naturschutzprojekte für den dritten Hegepreis einzureichen. Projekte zugunsten der Natur und Umwelt sind wichtiger Bestandteil der Jagd. Bis Ende Mai wurden 7 Dossiers aus allen Landesteilen an die Jury übermittelt und zeigen erneut die ganze Breite des jagdlichen Engagements zugunsten der Natur. Kriterien für die Vergabe des Preises sind Initiative und Beitrag der Jäger, Grösse und Dauer, Auswirkungen auf die Wildtiere, Beteiligung der Öffentlichkeit und Öffentlichkeitsarbeit. Die Gewinner sind verpflichtet, das Preisgeld für die Weiterführung oder Weiterentwicklung des Projektes zu verwenden.

Der erste Preis über 5‘000 Franken geht an das Projekt „Arnika“ der Jagdgesellschaft Pardiel (Bad Ragaz, SG). Das Gesamtprojekt „Arnika“ befasst sich mit dem Lebensraum Pardiel und setzt sich zusammen aus den Teilprojekten „Obstbäume“, „Schneisen“ und „Ökowiesen“. Alle Teilprojekte werden jedes Jahr systematisch bearbeitet. Mit diesem Vorgehen werden die verfügbaren Ressourcen (Arbeitskräfte, finanzielle Mittel) effizient eingesetzt und eine nachhaltige Entwicklung angestrebt. Im Teilprojekt „Obstbäume“ sind gut zwanzig Apfelbäume und Speierlinge, gepflanzt worden; sie werden alljährlich fachmännisch beschnitten und vor Weidevieh geschützt. Im Teilprojekt „Schneisen“ geht es darum, durch Mähen und Ausholzen ausgesuchter Waldflächen das Äsungsangebot für das Schalenwild zu verbessern, das Aufkommen von Sträuchern zu fördern und gleichzeitig die Voraussetzung für eine sichere Bejagung zu schaffen. Das Teilprojekt „Ökowiesen“ beinhaltet das jährliche Mähen von nicht mehr genutzten Bergwiesen zum Schutz vor Verbuschung und Vergandung. Nutzniesser sind selten gewordene Pflanzenarten wie Orchideen-Arten und Gräser.

Der zweite Preis über 3‘000 Franken geht an das Projekt „Wildwarnanlage Pontresina“ des Jägervereins Seczium da chatscheders Albris (GR), die Wildunfälle auf einer vielbefahrenen Umfahrungstrasse von Pontresina reduziern soll.

Der dritte Preis über 2‘000 Franken geht an das Projekt „Recupero Habitat Fagiano di monte“ der Società Cacciatori Claro e dintroni aus Claro (TI). Die Jagdgesellschaft hat mit viel Einsatz extrem verbuschte Zonen auf Alpweiden oberhalb von Claro von Unholz gesäubert und eine Lebensraumaufwertung für den Auerhahn und weitere Wildtiere (Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase) erreicht. Viele Pflanzenarten, Blumen, Pilze, Heidelbeeren und andere wilde Sträucher haben sich auf den Flächen wieder angesiedelt.

Der Anerkennungspreis der Jury über 1‘000 Franken wird dem Projekt „Koordination, Kanalisierung Bikerverkehr“ des Hegerings Durachtal aus Merishausen (SH) verliehen. Mittels einer beispielhaften Informations- und Sensibilisierungskampagne mit informativen Plakaten werden Biker und andere Sporttreibende für den gezielten Schutz der Wildtiere sensibilisiert und informiert. Speziell geht es darum den Bikerverkehr im Wald zu koordinieren und zu kanalisieren.

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