6. Oktober 2009 | Jagd und Fischerei | Von

Walliser Wolf überlebt

wolf3Die Abschussbewilligung für den Wolf, der seit 2007 das Zentralwallis durchstreift und am 1. August 2009 im Val des Dix 15 Schafe getötet hat, ist ungenutzt verstrichen. Die Gruppe Wolf Schweiz (GWS) freut sich darüber und fordert zugleich, dass in Zukunft in Naturpärken von nationaler Bedeutung keine Wölfe mehr getötet werden dürfen. In diesen Regionen könnte der Wolf dagegen touristisch vermarktet werden.

Von drei Abschussbewilligungen diesen Sommer wurden zwei in Naturpärken von nationaler Bedeutung ausgestellt: in der UNESCO Biosphäre Entlebuch und im geplanten Naturpark Val d’Hérens, welcher auch das Val des Dix umfasst. Dabei propagieren genau diese Gebiete das nachhaltige Zusammenleben zwischen Mensch und Natur, zu der auch der Wolf als bundesrechtlich geschützte einheimische Tierart gehört. Für die GWS ist dies ein grosser Widerspruch.

Diverse Beispiele aus dem Ausland zeigen, dass sich Wölfe gerade in Naturpärken touristisch vermarkten lassen würden. In Italien, Frankreich und den USA ziehen die wildlebenden Wölfe jährlich tausende Interessierte an. Dies bringt den entsprechenden Regionen durch erhöhte Besucherfrequenzen zusätzliche finanzielle Einnahmen und schafft Sympathien für den Wolf. Dagegen kann die Tötung von Wölfen in Pärken sogar mit Umsatzeinbussen verbunden sein, da Besucher diese Gebiete deshalb möglicherweise gezielt meiden. Wie mehrere repräsentative Untersuchungen zeigen konnten, sind in der Schweiz rund 75% der Bevölkerung für die Rückkehr des Wolfs. Ein Grossteil der Befürworter stammt aus der städtischen Bevölkerung, die auch die wichtigste Zielgruppe der Naturpärke darstellen.

Gruppe Wolf Schweiz

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