Ist Fisch als Nahrungsmittel heute tabu?

  • Redaktion Naturschutz
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Nach Einschätzung der Welternährungsorganisation FAO sind weltweit drei Viertel der kommerziell genutzten Fischbestände bereits überfischt oder davon bedroht. Netze und Fanggeräte gefährden zudem häufig andere Meereslebewesen und können grossen Schaden am Meeresboden anrichten. Um für Konsumentinnen und Konsumenten Transparenz zu schaffen, hat der WWF die meistverkauften Fischarten auf dem Schweizer Markt überprüft. In einer Broschüre zeigt er nun auf, welche Fische noch im grünen, im orangen oder bereits im roten Bereich liegen. Sicher empfehlenswert sind einheimische Seefische oder Fisch mit MSC- oder Bio-Label.
Nicht nur die Konsumenten, auch der Handel und die Fischereiindustrie müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Der WWF verlangt von den Verkaufsstellen, dass sie gefährdete Fische aus dem Sortiment nehmen und durch bessere ersetzen. Händler, die auf ein nachhaltiges Angebot setzen wollen, sind jedoch auf die Transparenz der Fischereiindustrie angewiesen. Nur die genaue Angabe des Fangortes lässt Rückschlüsse auf den Gefährdungsgrad zu. So sind zum Beispiel die Alaska-Seelachs-Bestände im Nordostpazifik dank gutem Management in einem guten Zustand, während Alaska-Seelachs aus dem Nordwestpazifik überfischt ist. Der WWF verlangt deshalb, dass die Fischereiindustrie zukünftig genau deklariert, wo sie welchen Fang gemacht hat.

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