Isegrim kehrt zurück

  • Manuela Just
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Der Wolf kehrt langsam in seine ursprünglichen Lebensräume in den Alpen zurück. Dies berichtet die NZZ in ihrem Artikel „Isegrims Heimkehr“. Zwischen Ligurien und dem Montblanc leben bereits wieder 33 Wolfsrudel, bestehend aus durchschnittlich vier bis fünf Tieren. Noch vor 30 Jahren galt der Wolf in den Alpen als ausgerottet.

Bereits seit Jahren leben einzelne Wölfe auch wieder in der Schweiz. Ein Beispiel ist M20: Ein Männchen, welches sich, im Moment noch alleine, in der Region nördlich des Brienzersees aufhält. „Es wird auch bei uns früher oder später zur Rudelbildung kommen“, erklärt Kristina Vogt von der Raubtierforschungsstelle Kora gegenüber der NZZ.

Isegrims Heimkehr freut nicht jeden. Aus Angst um Wild- und Nutztiere wird er von einigen Jägern, Hirten und Bergbauern noch immer als Schädling angesehen. Trotz Verbot werden in Italien immer wieder Tiere geschossen oder vergiftet. Ende 2011 beschloss der Bundesrat einen Antrag auf eine Änderung der Berner Konvention: In der Schweiz soll, unter bestimmten Voraussetzungen, die Jagd auf Wölfe wieder erlaubt sein. So hoffen die Befürworter, Nutztiere zu schützen und negative Auswirkungen auf Jagd und Tourismus zu verhindern. Wird der Antrag abgelehnt, ist gar ein Austritt der Schweiz aus dem internationalen Naturschutzabkommen möglich.

Die Abneigung gegen Wölfe beschränkt sich nicht nur auf Bergbauern, Hirten und Jäger. Viele Menschen fürchten sich vor dem Wolf. Dabei ist ein friedliches nebeneinander von Wolf, Nutzvieh, Wildtieren und Mensch möglich. Beispiel dafür ist das Piemont: Die Umsetzung eines umfassenden Massnahmenpakets, um Viehherden vor Wölfen zu schützen zeigt Wirkung: Die Anzahl Angriffe auf Weidetiere ist trotz wachsender Wolfspopulation seit dem Jahr 2000 gesunken bzw. gleichgeblieben. In der Schweiz hat der WWF Schweiz 2009 das Projekt „Hirtenhilfe“ zum Schutz der Grossraubtiere in der Schweiz lanciert: Durch einen Freiwilligeneinsatz auf der Alp oder einem Gruppeneinsatz werden Hirten und Bergbauern unterstützt und es werden ihnen Massnahmen im Umgang mit Wolf, Luchs und Bär nähergebracht.

Weitere Informationen

WWF Schweiz – Hirtehilfe

Bild: Bernard Landgraf (Wikimedia Commons)

1 Kommentar

  • Buchli Reto

    Es soll keine lockerung für den Wolfschutz geben, den der Wolf gehört auch hirher. Ich freue mich wen er wieder da ist, es ist ein schönes tier und erlicher alls der Mensch

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