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Tierpflegerin der BOS Foundation| © BOS

Indonesien brennt und die Orang-Utans leiden

  • Judith Schärer
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Dicker Rauch liegt über Borneo. Viele Kleinbauern und Konzerne in Indonesien fackeln derzeit Regenwaldgebiete ab, um Platz zu schaffen für Palmöl- und Nutzholz der Papierindustrie. Ein jährliches Ritual, das Millionen von Menschen in ganz Südostasien zur Verzweiflung bringt. Auch die Orang-Utans sind in höchster Gefahr!

Die Sonne ist untergegangen. Die Dunkelheit der Nacht macht nun das gesamte Ausmass der Brandkatastrophe sichtbar. Jetzt sieht man auch die vielen Feuer in der Ferne. Die Mitarbeiter der Borneo Orangutan Survival (BOS Foundation) arbeiten Tag und Nacht, um die Feuer rund um die Auffangstationen einzugrenzen. Trotzdem lodern überall Flammen und fliegen Funken rund um die BOS Forschungsstation. Nach Samboja Lestari und Nyaru Menteng brennt es jetzt auch im Mawas Regenwaldschutzgebiet. 3‘100 km2 Regenwald – Lebensraum von 3‘000 wilden Orang-Utans – sind von den Flammen bedroht, weil vermutlich Arbeiter illegal brandrodeten, wie die Stiftung berichtet.

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Brennende Wälder im Mawas-Naturschutzgebiet. | © BOS

El Niño hat das Land komplett ausgetrocknet und verlängert die jährliche Trockenzeit um mehrere Monate. Ein Streichholz genügt, um das flammende Inferno auszulösen. Die Funken haben die Feuer bereits tief in den Regenwald hineingetragen. Nur zu Fuss können die Löschteams ihre Ausrüstung in den dichten Regenwald schleppen. Mit Motorspritzen, Äxten, Feuerhacken und viel Mut und Enthusiasmus kämpfen sie gegen die Flammen. Dort wo es geht, errichten sie mit Planen notdürftige Wasserbecken und verlegen quer durch den Regenwald Schläuche, um Wasser zu pumpen. Nur vereinzelt gibt es Unterstützung der Armee und einer lokalen Feuerwehreinheit.

BOS Schweiz unterstützt die BOS Foundation seit über 10 Jahren aus der Schweiz. Dabei werden vor allem Projekte in den drei Bereichen Orang-Utan-Rehabilitierung, Orang-Utan-Wiederansiedlung und Community Development gefördert. Durch die momentanen Umstände sind die Mitarbeiter besonders auf Wohlwollen und Unterstützung von aussen angewiesen. Wenn Sie sich gerne näher informieren möchten, besuchen Sie die Webseite von BOS. Zudem empfehlenswert ist der Informations-Abend vom 12. November in Zürich. Die Details dazu finden Sie hier >>

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