Sunda-Nebelparder

In Gefahr: Borneos Katzen

  • Stefanie Pfefferli
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Sunda-NebelparderDie Umweltschutzorganisation WWF warnt anlässlich zum Weltkatzentag am 5. August, dass auf der Insel Borneo zahlreiche bisher kaum erforschte Katzenarten und andere Beutegreifer ausgerottet werden könnten. Der Grund der Bedrohung der seltenen Arten ist die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes.

Aufgrund der zurückgezogenen und heimlichen Lebensweise vieler dieser Arten, wurden sie in internationalen Schutzprogrammen bisher kaum berücksichtigt. Es drohten daher Arten auszusterben, bevor sie überhaupt richtig erforscht seien, so der WWF. Der WWF fordert, Einrichtungen von Schlüsselgebieten und nachhaltige Waldnutzung, um die aussergewöhnliche Vielfalt an Katzen und anderen Beutegreifern auf Borneo zu schützen. Erst wenige Arten sind bislang wissenschaftlich beschrieben, dabei auch der Sunda-Nebelparder, der erst 2006 als eigene Art klassifiziert werden konnte.

Beutegreifer tragen als natürliche Jäger enorm zum Gleichgewicht im Ökosystem bei. Sie regulieren den Bestand von der Beutetieren. Das Aussterben einer Art könne somit unvorhersehbare, weitreichende Folgen haben. Als Lebensraum dienen Nebelparder oder Borneo-Katze nach Angaben des WWF zusammenhängende Hoch- und Tieflandregenwälder und Feuchtgebiete. Bisher konnten vier solcher Waldgebiete in den Nationalparks von Kayan Mentarang, Betung Kerihun, Sebangau sowie im Forstreservat Segama erhalten werden. Wissenschaftler und Umweltschutzorganisationen fordern von den Regierungen der drei Borneostaaten Malaysia, Indonesien und Brunei Darussalam jedoch weitergehende Schutzmaßnahmen, um ein Verschwinden der Katzen auf Borneo abzuwenden.

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Bild: photobypaulo.com Wikimedia Commens)

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