Immer weniger Vögel im Kulturland – Agrarpolitik weist noch Defizite auf

  • Redaktion Naturschutz
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Das landwirtschaftlich genutzte Kulturland weist in Sachen Vogelschutz noch immer sehr grosse Defizite auf. Dies ist ein ernüchterndes Fazit der Tagung vom Wochenende an der Schweizerischen Vogelwarte in Sempach. Eine zielorientiertere Verteilung der Direktzahlungen und eine bessere landwirtschaftliche Beratung und Ausbildung werden gefordert.

Die Schweizerische Vogelwarte Sempach warnt in einer Medienmitteilung davor, dass viele Vogelarten bald ganz aus dem Kulturland verschwinden werden. Diese fortschreitende Verarmung könne nur gestoppt werden, wenn die ökologischen Direktzahlungen konsequent an wirksame ökologische Leistungen gekoppelt würden. Die im Agrarbereich vorhandenen Bundesgelder müssten entsprechend umgelagert werden. Weiter müsse auch die ökologische Ausbildung und Beratung der Landwirte verstärkt werden, so dass die ökologischen Massnahmen optimale Wirkung erzielen können. „Ohne substanzielle Veränderungen ist im Kulturland der gefürchtete stumme Frühling nicht mehr allzu fern“, gibt Roman Graf, Agrarökologe an der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, zu bedenken. „Landwirte, die guten Willens sind, eine wildtierfreundliche Landwirtschaft zu betreiben, verdienen eine bessere Unterstützung durch die Landwirtschaftspolitik.“ (sb)

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Vogelwarte Sempach

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