| © Rosino [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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Bald mehr Plastik als Fische im Meer

  • Amanda Buol
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Bis 2050 könnte in unseren Weltmeeren mehr Plastik als Fische schwimmen. Davor warnte die Ellen MacArthur Stiftung am World Economic Forum (WEF) in Davos.

Bis zu 8 Millionen Tonnen Plastik landen jährlich in den Ozeanen. Das entspricht einem vollen Müllwagen pro Minute. Bereits heute schwimmen 150 Millionen Tonnen Plastik im Meer. Bis 2030 könnte sich die Menge verdoppeln, bis 2050 sogar vervierfachen und so die Menge der Fische übersteigen.

Selbst wenn Müll sofort vermieden werde, würden die Plastik-Einträge ins Meer nur stagnieren aber nicht abnehmen, wie Forscher der Ellen MachArthur Stiftung schreiben. Verantwortlich sei vor allem der steigende Verbrauch von Plastikmaterialien. Dieser habe sich in den vergangenen Jahre verzwanzigfacht.

Insbesondere Verpackungen, welche nur ein Mal benutzt wurden, tragen bei.  Nach Berechnungen der Forscher werden nur etwa 30 Prozent in den Sammelstellen wiederverwertet. Plastik im Meer produziere jedoch Kosten und schade dem Umweltsystem. Die Summe aller jährlichen Schäden belaufen sich auf 40 Milliarden US-Dollar und übertrifft so den Gewinn der Plastikindustrie. Daher wäre es wichtig baldmöglichst weniger Plastik zu produzieren und gute Verpackungsalternativen zu finden.

Am schlimmsten Betroffen sind vor allem die Meeresbewohner. Aktuelles Beispiel ist der an der Deutschen Küste angeschwemmten Pottwalkadaver, der ein grosses Fischernetz im Magen hatte.

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