idrija

Alpenstadt des Jahres 2011

  • Monika Jung
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idrijaDas Label für nachhaltige Entwicklung wurde der slowenischen Stadt Idrija unter anderem für ihr Engagement im Klimaschutz zuerkannt. Die 12’000 Einwohner-Gemeinde setzt sich in ihrem „Alpenstadt-Jahr“ aber auch mit wilden Tieren, Naturkatastrophen und der eigenen Tradition in Bergbau und Kunsthandwerk auseinander. Am 8. Februar fand in Idrija die feierliche Eröffnung des „Alpenstadtjahres“ statt.

Idrija will im „Alpenstadt-Jahr“ bestehende Projekte weiterführen, wie einen Bauernmarkt mit lokalen Bioprodukten, aber auch neue Ideen aufgreifen: Die Stadt arbeitet an einem Konzept
zur lokalen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien und will ihren CO2-Ausstoss reduzieren. „Der Titel Alpenstadt des Jahres zeigt, dass Idrija eine fortschrittliche Stadt ist,
die Umweltprobleme angeht“, so Bojan Sever, Bürgermeister.

Städte, die eine nachhaltige Politik im Sinne der Alpenkonvention verfolgen, werden seit 1997 von einer internationalen Jury zur „Alpenstadt des Jahres“ gekürt. Diese Alpenstädte arbeiten in einem Verein zusammen. Dem Netzwerk gehören inzwischen 14 Städte aus Slowenien, Italien, Deutschland, Österreich, Frankreich und der Schweiz an. Idrija ist dabei ein „Bindeglied zwischen den Alpen und den slowenischen Karstgebieten“.

Idrija ist eine kleine Stadt im slowenischen Alpenvorland, ohne Bahnlinie und ohne direkten Autobahnanschluss. Die geografische und geopolitische Abgeschiedenheit der Stadt hat die
Politik kreativ werden lassen: Idrija und seine 12’000 EinwohnerInnen kennen heute kaum Arbeitslosigkeit und haben ein lebendiges Vereins- und Kulturleben. Die Stadt wurde 500
Jahre lang vom Bergbau geprägt: Die Mine der Stadt war bis 1988 zweitgrösste Quecksilbermine der Welt und lieferte 13 Prozent der globalen Produktion.

Als „Alpenstadt des Jahres“ will Idrija weiterbringen, was der Verein insbesondere in der Klimapolitik angestossen hat. Idrija ist unter anderem Teil einer Pilotregion im geplanten Interreg Alpine Space-Projekt „Alpstar“, das die Alpen bis 2050 klimaneutral machen will.

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