Honigbienen neu mit Gesundheitsdienst

  • Nora Kieselbach
  • -

Wie der Bundesrat aktuell informiert, will der Bund zusammen mit den Imkerorganisationen und den Kantonen die Gesundheit der Honigbienen fördern und die Zahl der Seuchenfälle senken. Der neu geschaffene nationale Bienengesundheitsdienst, kurz BGD, ist eine Selbsthilfeorganisation der Imkerbranche mit eigener Rechtspersönlichkeit und steht unter der Aufsicht des Bundesamts für Veterinärwesen (BVET); Mitglieder sind Imkervereine sowie Imkerinnen und Imker. Mit der Verabschiedung der Verordnung über die Unterstützung des Bienengesundheitsdienstes hat der Bundesrat die rechtlichen Grundlagen für den BGD geschaffen sowie dessen Aufgaben und Finanzierung geregelt: Branche, Kantone und Bund teilen sich die Kosten.

Bienenkrankheiten sind ein grosses Problem in der heutigen Imkerei. Die vor rund 25 Jahren in die Schweiz eingeschleppte Varroa-Milbe und die durch diese Parasiten übertragenen Viren werden als Hauptursachen für das Bienensterben genannt. Auch die Sauerbrut, eine bakterielle Erkrankung, verursacht jährlich massive Verluste. Um eine nachhaltige Prävention und eine effiziente Bekämpfung der Bienenkrankheiten zu gewährleisten, sind umfassendes Fachwissen und Gesundheitskonzepte erforderlich.

Der BGD soll dazu beitragen, die Bienengesundheit nachhaltig zu fördern und damit die Zahl der Seuchenfälle mittelfristig zu senken. Dies soll vor allem durch verstärkte Krankheitsprävention und Ausbildung erreicht werden. Im Weiteren soll der BGD die für die Förderung der Bienengesundheit wichtige Schnittstelle zwischen Forschung, staatlicher Bienenseuchenbekämpfung und Imkerschaft stärken. Zu den Aufgaben des BGD gehören zudem die Beratung sowie die Aus- und Weiterbildung der Imkervereine, der Imkerinnen und Imker, die Unterstützung der kantonalen Vollzugsbehörden, die Erarbeitung eines Gesundheitskonzeptes und die Überwachung der Bienengesundheit. Indem Imkerinnen und Imker über den korrekten Einsatz von Tierarzneimitteln und anderen Hilfsstoffen aufgeklärt werden, wird indirekt auch die Herstellung von einwandfreiem Schweizer Honig gefördert.

Weitere Informationen

Bundesamt für Veterinärwesen BVET

Bild: Marcos André (Wikimedia Commons)

Beitrag kommentieren