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Höhere CO2-Abgabe auf Brennstoffe

  • Eliane Küpfer
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Die Schweiz hat 2012 ihr CO2-Verminderungsziel nicht erreicht, wie die vom Bundesamt für Umwelt BAFU veröffentlichte CO2-Statistik zeigt. Er betrug im Jahr 2012 82,5 Prozent des Wertes von 1990 und lag damit deutlich über dem Zielwert von 79 Prozent. Deshalb wird ab nächstem Jahr die CO2-Abgabe auf Brennstoffen von heute 36 auf 60 Franken pro Tonne CO2 erhöht.

Dies entspricht einem Anstieg von 9,5 auf 16 Rappen pro Liter Heizöl extraleicht, resp. von 7 auf 12 Rappen pro Kubikmeter Erdgas. Die Erhöhung der CO2-Abgabe ist in der CO2-Verordnung vorgesehen und setzt einen Anreiz, Klima schädigende Treibhausgase zu vermindern, damit die Schweiz ihre Klimaziele erreicht und unabhängiger von fossilen Brennstoffen wird.

Dass die CO2-Abgabe angehoben wird, ist überfällig und gut, findet der WWF Schweiz. Denn damit wächst der Anreiz, auf klimaverträgliche Energien umzustellen und Brennstoffe effizienter zu nutzen. Zudem kann das Gebäudesanierungs-Programm ausgebaut werden. Mit der Erhöhung der CO2-Abgabe stehen ab 2014 zirka 260 Millionen Franken pro Jahr für das Gebäudeprogramm zur Verfügung. Traurig ist jedoch, dass die Emissionen immer noch nicht deutlich sinken.

Seit 2003 kritisiert der WWF, dass die CO2-Abgabe zu spät kam und zu knapp bemessen ist, um die Klimaziele zu erreichen. Die Schweiz könnte bis 2020 ihre CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 40% senken und dank tieferer Energiekosten so erst noch Geld sparen. Doch sie agiert zu zögerlich. „Wir haben ohne Not ein Jahrzehnt verloren“, sagt Patrick Hofstetter, Leiter Klima und Energie beim WWF Schweiz.

Bild: Vikimach [GFDL (CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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