Leere Flaschen, Recycling

Hoher Lebensstandard auf Kosten der Anderen

  • Manuela Just
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Die Schweizer Bevölkerung lebt gut und ist sehr zufrieden. Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene sind die Ressourcen jedoch weiterhin ungleich verteilt. Und auch zukünftige Generationen müssen für unseren hohen Lebensstandard aufkommen. Dies kann aus den Erkenntnissen des vom Bundesamt für Statistik BFS, vom Bundesamt für Raumentwicklung ARE, vom Bundesamt für Umwelt BAFU sowie von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA veröffentlichten „Berichts über die Nachhaltige Entwicklung 2012“ abgeleitet werden.

Die Lebensbedingungen in der Schweiz sind gut und liegen im internationalen Vergleich auf hohem Niveau. Auch die allgemeine Lebenszufriedenheit der Schweizer Bevölkerung ist hoch: Nahezu 75 Prozent bezeichneten sich 2010 als sehr zufrieden. Der hohe Lebensstandard in der Schweiz hat seinen Preis: Die Schweizer Bevölkerung verbraucht pro Kopf nahezu dreimal mehr Ressourcen und Umweltleistungen als im weltweiten Durchschnitt pro Person verfügbar sind. Die nicht erneuerbaren Ressourcen können so für künftige Generationen nicht erhalten werden. Der totale Materialaufwand ist seit 1992 um mehr als 20 Prozent angestiegen. Eine der Folgen ist die Abfallzunahme: Die Produktion der Siedlungsabfälle hat sich seit 1992 um über 30 Prozent erhöht. Dank Recycling und Fortschritt bei industriellen Verfahren konnte der totale Materialaufwand im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (Materialintensität) seit 1992 etwas gesenkt werden.

Der „Bericht über die Nachhaltige Entwicklung 2012“ wird anlässlich der Konferenz der Vereinten Nationen zur Nachhaltigen Entwicklung „Rio+20“ veröffentlicht. Darin wird gezeigt, in welche Richtung sich die Nachhaltige Entwicklung in der Schweiz 20 Jahre nach dem Erdgipfel 1992 in Rio bewegt.

Weitere Informationen

www.bfs.admin.ch

Bild: Telrúnya (Wikimedia Commons)

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