Biene

Hoffnung für die Bienen

  • Eliane Küpfer
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Die blutsaugende Varroa-Milbe bedroht Bienenvölker in ganz Europa. Der Parasit saugt das Blut der fleißigen Insekten und überträgt dabei Krankheiten. Für die Imker stellt der Schädling nach wie vor das größte Problem dar. Um die Naturbelassenheit der Bienenprodukte sicher zu stellen, werden biologische Bekämpfungsverfahren dringend benötigt.

Wissenschaftler der Universität Hohenheim verfolgen daher einen neuen Ansatz: sie wollen die Fortpflanzung des Parasiten stören, indem sie mit einem Sexual-Lockstoff Verwirrung stiften. Mit dem Lockstoff stiften die Forscher Verwirrung unter den Varroa-Männchen. „Das Sexualpheromon verleitet sie, auch ältere Weibchen oder nicht geschlechtsreife Jungtiere zu begatten“, erklärt Dr. Peter Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde. „Das sind jedoch fruchtlose Aktivitäten.“ „Die Ablenkungstaktik verringert die Zahl erfolgreicher Paarungen“, so Dr. Rosenkranz. Die Vermehrung des Parasiten lasse sich so etwas verlangsamen.

Daneben testen die Forscher ein neuartiges Spritzverfahren für Pestizide. Denn die fleißigen Insekten nehmen die Wirkstoffe über Pollen und Nektar auf. Über spezielle Düsen gelangt das Pflanzenschutzmittel nur noch in winzigen Dosen in die Blüten. „So kommen die Bienen beim Bestäuben zu 90 Prozent gar nicht mehr mit den Wirkstoffen in Kontakt“, erklärt Dr. Wallner, der Leiter dieses Teilprojektes. Ausserdem sinken so die Rückstände im Honig.

Noch nicht ganz so erfolgreich sind bisher Versuche mit sogenannten Repellentien verlaufen. „Das sind Stoffe, die Bienen für ein paar Tage davon abhalten sollen, bestimmte Blüten zu bestäuben“, erklärt Dr. Wallner. In der Zeit könnten die Pflanzen das Pestizid aufnehmen. Sei das geschehen, kämen Bienen mit den Wirkstoffen gar nicht mehr in Kontakt.

Bild: L. Hutsch [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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