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Hilfe aus der Luft für den Mais

  • Sophie Ryser
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Mais ist für uns eine wichtige Kulturpflanze. Etwa 65’000 Hektaren Anbaufläche sind in der Schweiz damit bedeckt. Der Mais wird dabei nicht nur für die menschliche Ernährung, sondern besonders auch als Tierfutter verwendet. Doch der Mais hat ein Problem: Den Maiszünsler. Diese Larven eines Schmetterlings fressen sich in die Stängel der Pflanzen und schädigen sie so nachhaltig.

Spritzmittel dagegen sind nicht erlaubt, doch zum Glück gibt es eine natürliche Lösung. Schlupfwespen parasitieren die Maiszünsler und wachsen darin heran. Der Schädling stirbt bei der Vermehrung des Nützlings und die Populationen werden niedrig gehalten. Um die Nützlinge auszubringen, werden deren Eier in Kapseln aus abbaubarer Maisstärke verpackt und auf die Felder ausgebracht. Bisher musste dies von Hand gemacht werden, was ziemlich mühsam und zeitaufwendig ist.

Doch nun wurde eine neue Methode entwickelt, mit welcher die Kapseln zeitsparend und an den richtigen Stellen ausgebracht werden können. Wie 20 Minuten berichtet, können kleine Fluggeräte, sogenannte autonome Multikopter diese Arbeit übernehmen. Entwickelt wurden diese von der Agrartechnikerin Nicole Berger.

Das Gerät wirft sehr präzise alle sieben Meter eine Kapsel über dem Feld ab. Werden über einen gewissen Zeitraum hinweg mehrmals Nützlinge mit dieser Methode ausgebracht und dieser Prozess im nächsten Jahr auch wiederholt, ist diese biologische Schädlingskontrolle sehr effektiv. An diesem Beispiel zeigt sich, wie sich Hightech und Biologie wunderbar zu etwas Nützlichem verbinden können.

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Bild: Threecharlie [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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