© Biovit (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons
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«Hierbleib-Initiative»: Mehr Erholung, weniger CO2!

  • Nicole Wabersky
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In wenigen Wochen geht für Schweizerinnen und Schweizer die Sommerferienzeit los. Viele wählen dann das Flugzeug, um an ihr Ferienziel zu gelangen. Der WWF wollte wissen: Wie schlagen sich die beliebtesten Reisedestinationen auf unseren ökologischen Fussabdruck nieder?

Er erfragte bei den vier grössten Schweizer Reiseveranstaltern und Internet-Portalen, wohin es Schweizer Reisende für einen einwöchigen Sommeraufenthalt am häufigsten zieht. Die Antwort: Am beliebtesten sind Kurzferien in Griechenland, Spanien, der Türkei, Zypern und Ägypten, gefolgt von Italien, Tunesien, Grossbritannien, Deutschland und Frankreich.

Der WWF hat je ein typisches Ferien-Angebot für diese Destinationen ausgesucht und liess von den Ökobilanzspezialisten bei ESU-services berechnen, wie viel klimaschädliches CO2 durch die Reise produziert wird.

Die Berechnungen zeigen: Den grössten Teil der Emissionen verursacht die Reise, wobei vor allem die zurückgelegte Distanz und die Wahl des Transportmittels entscheidend sind. Die Reise per Flugzeug verursacht die höchsten Treibhausgasemissionen. Das ist etwa so viel, wie ein Durchschnittschweizer mit einem Auto in zwei Jahren emittiert. Wo mit dem Zug angefahren wird, schneiden Reisen deutlich besser ab: Eine Woche auf Rügen schlägt mit 518 Kilo CO2 zu Buche und die Engadinreise gerade mal bei 172 Kilo CO2. Das entspricht nur sieben Prozent der Emissionen der Ägypten-Reise und sorgt für eine ideale CO2-Bikinifigur.

Genug Grund für den WWF, eine «Hierbleib-Initiative» zu starten. Schweiz Tourismus hat dazu extra zehn Ideen für Ferien in der Schweiz zusammengetragen.

  • Das Motto: Mehr Erholung, weniger CO2!
  • Das Ziel: Umweltfreundliche, naturnahe und erholsame Ferien in der Schweiz. Denn wer nicht stundenlang im Flieger, Auto oder Zug sitzt, dem bleibt mehr Zeit, sich zu erholen und tut erst noch etwas Gutes für die Umwelt.

1 Kommentar

  • suzanne Oberer-Kundert

    Guten Tag
    eine SUPERIDEE! Endlich bin ich auch jemand – auch wenn ich in der Schweiz Ferien mache und weder von Safaris noch monumentalen Bauwerken schwärmen kann. Ich mache Safari vor der Haustüre und bewundere die Bauwerke unserer Grabwespen. Danke für Ihre Bemühungen. Mit freundlichen Grüssen
    Suzanne Oberer

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