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Heutiges Menu: Antibiotika Crevetten

  • Daniela Cervenka
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Für den Kassensturz durchgeführte Laboruntersuchungen haben beunruhigende Ergebnisse geliefert. In gewissen Crevetten-Produkten sind nicht nur Crevetten drin, sondern auch Salmonellen, E.Coli und weitere gefährliche Bakterien.

Jedoch noch beunruhigender ist, wie diese Tiere gezüchtet werden. Früher waren Crevetten noch eine seltene Delikatesse, doch nun sind sie nur noch Massenware. Um diese Massen zu produzieren werden vielerorts ökologisch wertvolle Lebensräume, wie Mangrovenwälder, zerstört. Die Tiere werden in Teiche gepfercht und dann mit Antibiotika, Chemikalien und Kraftfutter versorgt, um Krankheiten zu vermeiden und um das Wachstum zu beschleunigen. Zudem werden Crevetten mit Fischmehl oder Fischöl gefüttert, welches nicht aus nachhaltigen Quellen stammt. Für ein Kilogramm Crevetten braucht es zwei- bis dreimal so viel Wildfisch, dies kurbelt die Überfischung der Weltmeere nur weiter an.

Nicht nur die nicht tiergerechte Haltung ist zu bemängeln sondern auch, dass die umliegende Umwelt durch das verseuchte Abwasser extrem geschädigt wird. Das Abwasser, welches ungefiltert aus dem Teich gepumpt wird, versalzt Süsswasserquellen und die im Wasser enthaltenen Schwefel- und Phosphor-Rückstände belasten das Ökosystem zusätzlich.

Als Konsument kann etwas unternommen werden. Einerseits sollte man bewusst konsumieren. Das bedeutet man sollte seinen Konsum senken und auf Qualität achten. Der Ratgeber von WWF für Fisch und Meeresfrüchte ist beim Einkauf eine grosse Hilfe. Zum Beispiel sollte man die Finger von Wildfang Crevetten aus tropischen Gewässern lassen dafür sind Bio Crevetten aus Ecuador oder Peru empfehlenswert. Greenpeace schafft mit seinem Beitrag „Wie du helfen kannst, unsere Ozeane zu schützen“ eine gute Übersicht über die verschiedenen Zucht- und Fischfangmethoden.

WWF Ratgeber

 

 

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