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Heute ist Tag des Schuppentieres!

  • Nicole Wabersky
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An diesem Tag gilt unser Hauptaugenmerk dem Schuppentier, denn heute ist sein Tag! Dieses kleine dämmerungs- und nachtaktive Säugetier ist in Afrika, sowie Süd- und Südostasien beheimatet. Als Hauptspeise bevorzugt das Schuppentier Insekten, wie Termiten und Ameisen, an welche es sehr gut mit Grabkrallen und langer Zunge heran kommt. Im Falle einer Bedrohung rollt das Tier sich zu einer Kugel zusammen. Neben den schon genannten sind die Hornschuppen das markanteste Merkmal. Hinzukommen noch der langgestreckte Körper, das spitze Gesicht und der lange Schwanz. Ihre Behausung ist meist eine selbstgegrabene oder eine von anderen Tieren verlassene Erdhöhle.

Wie im NZZ Klima Blog vom 31. Juli 2013 berichtet, ist das Schuppentier sehr stark bedroht und das meist gehandelte Wildtier. Deshalb trafen sich im Jahr 2013 40 Wissenschaftler in Singapur zur ersten Schuppentier-Konferenz. Hauptthema war die starke Abnahme des Bestandes und auch der Informationsaustausch über die gewonnen Erkenntnisse seitens der Wissenschaftler.

Eigentlich ist das Töten und Handeln mit Schuppentieren durch die Washingtoner Artenschutzübereinkommen verboten, aber dennoch passiert dies, vor allem in Südostasien. Gewildert werden die Tiere wegen ihrem Fleisch und den Schuppen, welche in der Chinesischen Medizin verwendet werden. Da das Chinesische Schuppentier in China selbst fast nicht mehr vertreten ist, kommt es vermehrt zur Jagd vom Malaiischen Schuppentier. Außerdem ist eine Zunahme der Importe aus Afrika zu verzeichnen.

Deshalb fordern die Wissenschaftler ein strikteres Vorgehen gegen den illegalen Handel und der Wilderei dieser sehr stark vom Aussterben bedrohten Tiere!

Von einem Fortschritt im Bereich Wilderei hat der WWF am 13. Februar 2014 berichtet. Während der Londoner Konferenz zu illegalem Artenhandel und Wilderei, wo es um den  Schutz bedrohter Tierarten vor Wilderern geht, haben unter den 46 Ländern und dem Britischen Königshaus auch China und Vietnam teilgenommen. Damit waren laut dem WWF-Artikel Herkunfts-, Transit- und Abnehmerländern an dieser Konferenz vertreten, was als Meilenstein im Kampf gegen die Wilderer betrachtet werden kann. Somit wird einheitlich Entschlossenheit und Einigkeit symbolisiert.

Da in den Herkunftsländern im Kampf gegen Wilderei die Maßnahmen nicht gefruchtet haben, wird nun das Hauptaugenmerk auf die Transitländer gelenkt. Hierzu wurde eine Abschlussdeklaration verfasst in welcher sich die Staaten dafür aussprechen, eine gezieltere Information und Einbindung der Öffentlichkeit vorzunehmen und die Nachfrage nach solchen Produkten ein- und zurückzudämmen. Außerdem sollen die Strafermittler und Wildhüter besser ausgestattet und geschult, sowie die Strafen erhöht und strenger durchgesetzt werden. Auch der Informationsaustausch und die internationale Zusammenarbeit sollen verstärkt werden. Auf nationaler Ebene sollen zudem Konzepte zu anderen Einnahmequellen statt der Wilderei erarbeitet und stärker gegen Korruption und Bestechung  vorgegangen werden, wie im WWF-Artikel berichtet wird.

Im Sinne des Schuppentieres ist es deshalb wichtig, dass es Tage wie diesen, aber auch wissenschaftliche und politische Konferenzen gibt, an denen das bedrohte Tier im Fokus steht! Das Thema Wilderei sollte stets angesprochen, sowie Lösungsansätze zum Schutz des Tieres und dem Rückgang der Wilderei gefunden werden.

WWF Artikel

NZZ Artikel

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Bild: Dushy Ranetunge [ CC-BY-SA-3.0 ], via Wikimedia Commons

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