Gut & klimafreundlich essen

  • Gavino Strebel
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landwirtschaftDass unsere Ernährung ein sehr bedeutender Klimafaktor ist geht in den Diskussionen um die  Gründe des Klimawandels häufig vergessen. Die Ernährung ist jedoch für einen Drittel der konsumbedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich; noch vor Verkehr, Wohn- und Freizeitverhalten. Trotzdem ist das Thema Ernährung in der Klimadebatte bisher wenig aufgegriffen worden. Besonders problematisch ist die Nutztierhaltung. Diese trägt laut der Food and Agriculture Organization FAO (Welternährungsorganisation) mehr zur Klimaerwärmung bei als der globale Verkehr. Wie der Beobachter NATUR schreibt  könnten auf einer Landfläche, welche ein Kilogramm Rindfleisch abwirft, 105 Kilo Tomaten oder 130 Kilo Kartoffeln produziert werden. Dazu kommt die sehr schlechte  CO2-Bilanz der Viehaltung. Eine rein vegetarische Ernährung ist deshalb klar klimafreundlicher. Auch Milchprodukte weisen in der Regel keine günstige Klimabilanz auf.

Doch eigentlich wäre das Projekt klimafreundliche Ernährung einfach umzusetzen, gesund und lecker. Diesen Grundsatz propagiert der Verein eaternity, welcher von der  ETH-Studentin Judith Ellens gegründet wurde. Das Ziel von eaternity ist, auf wissenschaftlicher Basis die Zusammenhänge von Ernährung und Klimawandel einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Gleichzeitig wird Wert auf eine ausgewogene Ernährung und kulinarische Vielfalt gelegt. Eaternity propagiert umweltfreundliche, klimaschonende und gesunde Menüs und versucht diese bei möglichst vielen Gastrobetrieben vorzuschlagen. Ausserdem schreibt das Team von eaternity jeden Monat Rezeptvorschläge zum selberkochen, welche jeweils online gestellt werden.

eaternity

Beobachter NATUR

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