© Daniel Friedlos,  [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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Güter durchqueren die Alpen immer mehr auf Schienen

  • Amanda Buol
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Erneut stieg der Marktanteil der Eisenbahn im alpenquerenden Güterverkehr an. Die Anzahl Fahrten schwerer Güterfahrzeuge ging im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent zurück.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) veröffentlichte den Bericht mit den aktuellen Daten zum alpenquerenden Güterverkehr. Erneut konnten die Anzahl Gütertransporte auf der Schiene den Vorjahreswert übertreffen. Rund 27 Millionen Tonnen (+ 3.3 Prozent) wurde mit der Bahn befördert. Dabei verzeichnete die Lötschberg-Simplon-Achse das höchste Wachstum. Das BAV sieht den Grund vor allem bei der Verbesserung der Wirtschaftslage in Deutschland und Italien, die vergleichsweise hohe Verfügbarkeit der Eisenbahninfrastruktur und die Fortführung der flankierenden Massnahmen zur Förderung der Verlagerung, wie beispielsweise die Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA), Nacht- und Sonntagsfahrverbot oder den Ausbau der Bahninfrastruktur. Besondere Auswirkung der Frankenstärke und tiefen Dieselpreise waren nicht erkennbar.

Die Menge der Güter, die per Lastwagen oder Sattelschlepper transportiert wurde, nahm um 3,4 Prozent ab. Unter dem Strich wurden auf den vier Schweizer Alpenübergängen 1,010 Millionen Fahrten schwerer Fahrzeuge verzeichnet. Das sind rund 22‘000 oder 2,2 Prozent weniger als im Jahr 2014. Die Zahl der Fahrten sank damit auf das Niveau vor 20 Jahren, wobei zu berücksichtigen ist, dass das gesamte Transportaufkommen damals geringer war. Auch wenn der Strassengüterverkehr am Gotthard zurückging, war dieser mit einem Anteil von 72 Prozent weiterhin der wichtigste Alpenübergang.

Mit dem Verlagerungsbericht 2015 hat der Bundesrat zusätzliche Massnahmen beschlossen, um die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene weiter zu fördern. So werde die LSVA 2017 angepasst werden und den Bahnen ein zeitlich befristeter Nachlass beim Trassenpreis für die Nutzung der Transitstrecken verrechnet werden.

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