Reis Anbau Terrassen Indonesien

„Grünere“ Corneflakes

  • Nora Kieselbach
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Reis gehört zu den wichtigsten Ressourcen der Welt, denn etwa 20 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel bestehen aus dem Getreide. Dabei ist der konventionelle Reisanbau mit einer Vielzahl von ökologischen und sozialen Problemen verbunden. Einen ersten ganzheitlichen Ansatz zur Lösung der dringendsten Probleme im Reisanbau verfolgt der Nahrungsmittelhersteller KELLOGG.

Zusammen mit dem United Nations Environment Programme (UNEP), der deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem International Rice Research Institute (IRRI) wurde Ende 2011 die Sustainable Rice Platform gegründet. Ihre Ziele: Erhöhung des Ertrags pro Anbaufläche bei gleichzeitigem Umweltschutz, Steigerung des Einkommens der Farmer sowie verbesserter rechtlicher Schutz für die Arbeiter. Auf diese Weise sollen nicht nur die Lebensbedingungen verbessert und die Nahrungsmittelsicherheit erhöht, sondern auch die negativen Folgen für die Umwelt insgesamt abgeschwächt werden.

Denn die Herausforderungen im konventionellen Reisanbau sind zahlreich. So entsteht beim Anbau Methan – ein Gas, das von unabhängigen Instituten als 20-mal klimareaktiver eingestuft wird als CO2. Zudem verbraucht der Anbau des Getreides grosse Mengen an Wasser, da Felder häufig mehrmals im Jahr geflutet werden. Vor diesem Hintergrund ist der Umbau des Reisanbaus von der bisherigen intensiven Landnutzung auf den sogenannten integrierten Anbau notwendig, um Probleme ganzheitlich anzugehen. Wie Forschungsergebnisse belegen, schont die integrierte Landwirtschaft die Umwelt – und das bei steigendem Ertrag pro Hektar. So sei es möglich, dass der integrierte, produktive Anbau, der den Einsatz von Dünger- und Pflanzenschutzmitteln nur unter strengen Auflagen zulässt, am Ende „grüner“ sei als der herkömmliche Bioanbau.

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Bild: Dohduhdah (Wikimedia Commons)

 

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