Gründächer haben ein grosses Potenzial für Wildbienen

  • Redaktion Naturschutz
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Im städtischen Raum gewinnen begrünte Dachflächen als ökologische Ausgleichs- und Ersatzflächen immer grössere Bedeutung. Damit eng verknüpft ist die Frage, wie sich unterschiedlich begrünte Dachflächen auf verschiedene Tiergruppen auswirken.
Wildbienen gehören zu den möglichen Zielartengruppen extensiver Dachbegrünungen. Eine Untersuchung der Hochschule Wädenswil zeigt unter anderem, dass auf den heute vielfach als Standardbegrünung erstellten „Sedumdächern“ im Vergleich zu Dachbegrünungen mit vielfältigeren Vegetationsformen im Durchschnitt nur die Hälfte an Bienenarten vorkommen. Auf letzteren waren oftmals bis über 20 verschiedene Wildbienenarten nachweisbar, darunter einige, die auf der Roten Liste stehen.
Als Schlussfolgerung der Untersuchung kann festgehalten werden: Das ökologische Potenzial kann durch eine ausreichende Mächtigkeit des Vegetationssubstrats, eine artenreiche, standortgerechte Ansaat und ein möglichst vielfältiges Angebot an Kleinstrukturen (z. B. Substrathügel) deutlich gesteigert werden.

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