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Grosse Chance für die Schafhaltung

  • Daniela Cervenka
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Die Grossraubtiere sind zurück in der Schweiz. Auch mit vermehrtem Abschuss werden die Konflikte, welche für die Landwirtschaft entstehen, nicht geringer. Ein gut durchgeführter Herdenschutz kann jedoch trotz Grossraubtieren eine sichere Schafhaltung ermöglichen. Dies hat auch der Bundesrat eingesehen und mehr Geld für den Herdenschutz bewilligt und ihn auch rechtlich abgesichert.

In der revidierten Jagdverordnung werden Massnahmen zum Schutz von Herden vor Grossraubtiere definiert. Dabei geht es vor allem um eine angepasste Planung der Alpsömmerung, den Einsatz von Herdenschutzhunden und Elektrozäunen. Auch die Bienenstöcke müssen mittels Elektrozäunen geschützt werden. Sollten diese Massnahmen nicht ausreichen, kann das Bundesamt für Umwelt (BAFU) neue Massnahmen erlassen. Zudem setzt die Revision der Jagdverordnung auch die vom Parlament verlangte Überwachung der Herdenschutzhunde um.

Diese Änderung sei eine Chance die Schafhaltung in der Schweiz nachhaltig zu gestalten, schreibt Pro Natura in ihrer Medienmitteilung. Weiter schreiben sie, dass es wichtig sei, dass die Kantone und Schafhalter auch mitziehen. „Mit Geld allein ist es noch nicht getan. Es braucht den Willen der Beteiligten, die Gelder auch abzuholen und sinnvoll einzusetzen“, erklärt Mirjam Ballmer, Projektleiterin Naturschutzpolitik von Pro Natura.

Medienmitteilung (admin.ch)

Medienmitteilung (ProNatura)

Bild: von Jérôme Bon from Paris, France (sheeps) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

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