Grosse Alpsanierung im Vallon de Réchy

  • Redaktion Naturschutz
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Der Fonds Landschaft Schweiz (FLS) unterstützt eine Alpsanierung im Vallon de Réchy, damit das einzigartige Landschaftsbild dieses unberührten Walliser Tales südlich von Sierre erhalten werden kann. Der bewilligte Beitrag von 175'000 Franken ist eine der grössten Finanzhilfen, die der FLS in den 16 Jahren seines Bestehens einem Projekt im Unterwallis zugesprochen hat.

Mit der Sanierung der Gebäude der Alp Tsartsey soll sichergestellt werden, dass die Alp weiterhin mit Rindvieh bestossen wird. Denn ohne diese Bewirtschaftung verwandelten sich die Weiden bald in Wald. Im letzten Jahr wurde beim Alpgebäude La Remointze bereits ein Eternitdach durch ein Schindeldach im traditionellen Baustil ersetzt. Mit Unterstützung des FLS soll dieses Gebäude nun fachgerecht renoviert werden. Die Alphütte Le Chiesse soll soweit saniert werden, dass sie künftig während der ganzen Alpsaison bewohnt werden kann. Zum Projekt gehören auch Renovationen von Trockenmauern. Zudem wird eine Solaranlage installiert und einwandfreies Trinkwasser neu gefasst.
Insgesamt wird für das Sanierungsprojekt mit Kosten von rund 700'000 Franken gerechnet. Mit seinem Beitrag übernimmt der Fonds Landschaft Schweiz (FLS) praktisch alle Kosten, die nach den Subventionen von Bund und Kanton, Zuwendungen gemeinnütziger Institutionen und Eigenleistungen der Alpgenossenschaft ungedeckt geblieben sind. Der hohe Aufwand für die Alpsanierung erscheint der FLS-Kommission gerechtfertigt, weil damit ein wesentlicher Teil des unberührten Vallon de Réchy als traditionelle Kulturlandschaft erhalten und aufgewertet werden kann. (sb)

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Alp Tsartsey
FLS

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