Grimsel-Staumauer: Neues vom Projekt zur Staumauer-Erhöhung

  • Redaktion Naturschutz
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Die Kraftwerke Oberhasli KWO haben am 17.10. vor den Medien ihr Projekt zur Erhöhung der Staumauer des Grimselsees vorgestellt, durch das Teile der bundesrechtlich geschützten Moorlandschaft, ein guter Teil des einmaligen Arvenbestandes und das ökologisch und landschaftlich wertvolle Gletschervorfeld unter Wasser gesetzt würden. Dabei haben die KWO Behauptungen aufgestellt und mit scheinbaren Fakten argumentiert, die vor der Realität nicht standhalten, wie die Umweltorganisationen WWF, Pro Natura und Greenpeace schreiben.

Die Städte Bern, Basel und Zürich sind je zu einem Sechstel an den Kraftwerken Oberhasli beteiligt; die andere Hälfte der Aktien gehört der BKW Energie AG. Im vergangenen Frühling lancierten Umweltverbände aufgrund dieser Besitzverhältnisse eine konzertierte Aktion: In allen drei Stadtparlamenten wurden von Politikerinnen und Politikern der Grünen Vorstösse eingereicht, die von den Behördenvertretern im Verwaltungsrat der KWO mehr oder weniger verbindlich verlangten, sich gegen die Erhöhung der Grimselstaumauer einzusetzen. Es wurde damit argumentiert, das Ausbauprojekt verletze den Moorschutz, und man hoffte, die drei Städte könnten als Aktionärinnen den Mauerausbau auf politischem Wege verhindern. In Basel hatten die Grünen Erfolg, in Bern auch. In Zürich indes war die Debatte zum Vorstoss von Bernhard Piller (Grüne) noch ausstehend – und nun steht fest, dass sie gar nie stattfinden wird. Er habe seinen Vorstoss «wegen Chancenlosigkeit zurückgezogen».

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Stellungnahme Umweltverbänd
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