Grimsel-Staumauer kann vorerst nicht erhöht werden

  • Redaktion Naturschutz
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Das Berner Verwaltungsgericht hat die Baubewilligung für das Projekt KWO Plus aufgehoben, wie das die Umweltverbände in ihrer Beschwerde verlangt hatten. Das Gericht verlangt stattdessen eine Neukonzession für das KWO-Plus-Paket.
Hält die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO AG) am Projekt zur Staumauererhöhung an der Grimsel fest, muss sie dafür eine Neukonzession beantragen – so lautet das Urteil des Berner Verwaltungsgerichtes. Der Entscheid ist laut Pro Natura ein Gewinn für die Natur. Eine Baubewilligung, wie von der KWO AG angestrebt, hätte dazu geführt, dass der Ausbau praktisch ohne Gewässerschutzmassnahmen erfolgt wäre, weil dies in den zum Teil Jahrzehnte alten Konzessionen nicht vorgesehen war. Eine Neukonzession unterliegt dagegen dem Gewässerschutzgesetz von 1992 und damit strengeren Restwasservorschriften für die Bäche.
Offen bleiben vorderhand die Fragen, ob die Verkleinerung des Perimeters der Moorlandschaft durch den Bundesrat rechtens war und ob die energiewirtschaftliche Bedeutung des Projekts mehr wiegt als der Schutz der Landschaft von nationaler Bedeutung (BLN-Objekt) und der Moorschutz. Diese Punkte müssen im Konzessionsverfahren geklärt werden. (sb)

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Communiqué der Umweltverbände

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