© U.S. Fish and Wildlife Service Headquarters, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
© U.S. Fish and Wildlife Service Headquarters, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Greifvogel-Vergiftungen: Täter vor Gericht

  • Amanda Buol
  • -

In den letzten Jahren wurden einige Fälle von Greifvogel-Vergiftungen bekannt. Erstmals steht nun ein mutmasslicher Täter, ein Taubenzüchter, vor Gericht.

Im Jahre 2011 verendete vor laufender Webcam ein Wanderfalken-Weibchen qualvoll beim Verzehr einer Taube. Dies war eines der ersten bekannten Fälle einer gezielten Vergiftung dieser Vögel und sorgte schweizweit für Schlagzeilen. Getötet werden sie durch sogenannte „Kamikaze“-Tauben, die mit Gift bestrichen wurden.

Eine Arbeitsgruppe, zu der auch die Kantonspolizei Zürich angehört, stiess bei der Suche nach dem Täter auf einen Blog serbischer Taubenzüchter (naturschutz.ch berichtete). Da Zuchttauben oft von Wanderfalken gejagt werden, gelangten die Taubenzüchter schnell ins Visier der Polizei.

Nun kommt der erste Präzedenzfall vor Gericht. Der mutmassliche Täter ist Taubenzüchter. Er soll ein verbotenes Nervengift illegal eingeführt haben und eine seiner Taube im Nackenbereich eingestrichen haben. Mit dieser Taube soll er einen Habicht im vergangenen August getötet haben. Der Taubenzüchter hat mit dem Gift aber auch andere Lebewesen in Gefahr gebracht, schreibt die NZZ. Er wird sich demnächst vor dem Bezirksgericht Dielsdorf verantworten müssen. Der Termin steht jedoch noch nicht fest.

Das Video des sterbenden Wanderfalken-Weibchens aus dem Jahre 2011:

Beitrag kommentieren