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Greenpeace-Schiff an der Basler Schifflände

  • Nicole Wabersky
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Dass ein Greenpeace-Schiff im Binnenland Schweiz zu besichtigen ist, kommt selten vor: Die internationale Greenpeace-Schifftour «Stop Risking Europe» macht ab heute bis am Sonntag 4. Mai an der Basler Schifflände Halt. Das Greenpeace-Schiff «Beluga II» führt eine Ausstellung zu überalterten AKW mit und es finden öffentliche Führungen und Aktivitäten statt. Die Tour dauert bis zum 22. Juni und führt dem Rhein und der Mosel entlang durch 14 Städte in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Luxemburg.

Mit der zweimonatigen Tour macht Greenpeace auf die Risiken aufmerksam, die von Europas überalterten AKW ausgehen. An jedem Stopp gibt es Führungen für die Bevölkerung; eine Ausstellung erklärt die Gefahr, die von alten Reaktoren ausgeht.

«28 Jahre nach Tschernobyl müssen wir ins bewusst sein, dass alte Atomkraftwerke alle europäischen Bürgerinnen und Bürger grösseren Risiken denn je zuvor aussetzen. In Europa sind 66 der 151 AKW bereits älter als 30 Jahre, sieben sogar älter als 40 Jahre», sagt Susanne Neubronner, Greenpeace-Atomkampaignerin aus Deutschland, an der heute zur Ankunft in Basel einberufenen Pressekonferenz an Bord der «Beluga II».

Stefan Füglister, Atomexperte und AKW-Kritiker erster Stunde, sagt dazu: «In der Schweiz ist die Situation besonders pikant. Das AKW Beznau ist die älteste Anlage der Welt. Von 71 aufgezeichneten sicherheitsrelevanten Vorkommnissen stehen über die Hälfte im Zusammenhang mit dem Alter».

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Bild: Klugschnacker (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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