Greenpeace klagt Basler Chemiefirmen ein

  • Redaktion Naturschutz
  • -

Als Folge der Ereignisse in den letzten Monaten haben Greenpeace-AktivistInnen am Eingang der Firmensitze von Ciba, Syngenta, Clariant und Novartis gestern nachgestellt, was früher bei der Chemiemüll-Ablagerung in der Region Basel vorging: Ein Lastwagen fährt vor, kippt Chemiemüll ab und fährt wieder weg. Analog kippten die UmweltschützerInnen Schutt und Fässer mit den Firmenlogos auf einen Haufen.
Greenpeace Frankreich und Greenpeace Schweiz reichen im Tribunal de Grande Instance in Mulhouse zudem eine Klage gegen die verantwortlichen Chemiefirmen wegen unbewilligten Aushubarbeiten ein. Greenpeace schreibt in einem Mediencommuniqué: „Ein solch schwerwiegender und zudem unsachgemässer Deponie-Eingriff ohne Bewilligung und ohne Sicherheitsmassnahmen für Arbeiter, Boden, Luft und Wasser ist in der Schweiz klar illegal – dass dies auch 200 Meter jenseits der Schweizer Grenze illegal ist, haben jetzt die französischen Richter festzuhalten.“
Zur Erinnerung: Ein Bauer war vor über einem Monat beim Pflügen seines Feldes auf Chemiemüll aus der Deponie Letten gestossen. Daraufhin versuchten Novartis, Ciba, Syngeta, Clariant, Roche & Co. durch ihre Interessengemeinschaft Deponiesicherheit Regio Basel (IGDRB) den Vorfall laut Greenpeace zu verheimlichen und begannen „fahrlässig eine gefährliche Teilsanierung“, wie die Umweltorganisation schreibt. (sb)

Links zum Beitrag
Greenpeace

Beitrag kommentieren