Greenpeace fordert Axpo zur Abkehr von AKW-Plänen auf

  • Redaktion Naturschutz
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Greenpeace-AktivistInnen haben die Axpo-Verantwortlichen anlässlich ihrer Bilanzmedienkonferenz heute morgen mit einem Banner empfangen: «Axpo: Stoppt die AKW-Planung! Reduce CO2 ohne Atom» steht darauf. Des weiteren bat Greenpeace die Axpo-Bosse um ein Gespräch, um ihnen die Energieperspektiven der Umweltorganisationen darlegen zu können.

Greenpeace schreibt in einem Communiqué: „Energieeffizienz und erneuerbare Energieträger machen Grosskraftwerke unnötig.“ Eine sichere, atomfreie und klimafreundliche Energieversorgung sei möglich: Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) erspare ein Dollar, der in Energieeffizienz investiert wird, 2,2 Dollar an Investitionen in Grosskraftwerke. Doch die Axpo-Strategie sei geprägt von Grossinvestitionen in den Ausbau der Pumpspeicher-Kapazitäten und Hochspannungs-Übertragungsleitungen, um klimabelastenden billigen Kohlestrom zu importieren. „Und vom lauten Ruf nach neuen Grosskraftwerken insbesondere Atomkraftwerken.“

Greenpeace schreibt weiter: „Ausgerechnet PolitikerInnen von Parteien, die Klimaschutz-Bemühungen wie eine CO2-Abgabe auf Treibstoffen torpedieren, planen im Axpo-Verwaltungsrat mit dem Argument des Klimaschutzes neue AKW und Gaskraftwerke. Damit setzen sie den Hochenergie-Pfad der letzten Jahrzehnte fort. Dies ist angesichts der Klimaerwärmung, der Atommüllproblematik und der schwindenden Ressourcen an nichterneuerbaren Energieträgern wie Uran und Erdgas keine verantwortbare Option.“ (sb)

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