Greenpeace Demonstration Kahlschlag Brasilien

Greenpeace erhöht Druck auf Dilma

  • Nora Kieselbach
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Einem weltweiten Aufruf folgend,  haben gestern über 30 Freiwillige von Greenpeace Schweiz vor dem brasilianischen Konsulat in Bern demonstriert und die brasilianische Botschafterin gebeten, ihre Forderung „Dilma, Veto the new Forest Code“ an die Brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff weiterzureichen.

Nachdem das brasilianische Parlament Ende April auf Druck der Holzindustrie weitreichende Änderungen des Waldgesetzes beschlossen hatte, kann nur noch die Präsidentin eine dramatische Abholzung des Amazonas-Regenwaldes verhindern. Die Umweltaktivisten appellieren daher an Dilma, gegen das zerstörerische Waldgesetz ein vollständiges Veto einzulegen und stattdessen einen Entwaldungsstopp zu erwirken. Dilma hat dafür allerdings nur noch bis zum 25. Mai 2012 Zeit; danach ist das Gesetz rechtskräftig und 22 Millionen Hektaren Regenwald werden zum Kahlschlag freigegeben – eine Fläche, die nahezu der Grösse Grossbritanniens entspricht.

Alle Augen sind daher einen Monat vor dem globalen Umweltgipfel in Rio auf Präsidentin Dilma gerichtet. Wie glaubwürdig ist das Gastgeberland in Sachen Umweltschutz?

WWF, Greepeace und Avaaz haben eine Online-Petition gestartet – mit jeder Unterschrift  steigt der Druck auf Dilma!

Greenpeace Schweiz

© Greenpeace/ Heike Grasser

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