Greenpeace

Greenpeace-Aktivisten angeklagt

  • Dominique Haiden
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GreenpeaceDie dänische Staatsanwaltschaft hat heute gegen elf Aktivisten und Aktivistinnen aus acht Ländern, darunter auch zwei Schweizer, Anklage erhoben. Kurz vor dem Ende des Klimagipfels 2009 in Kopenhagen hatten die Greenpeace-Aktivisten im Vorfeld eines Galadinners ein Banner entrollt, mit dem sie die 120 Staatschefs aufforderten, endlich zu handeln.

Die dänische Staatsanwaltschaft wirft den Aktivisten vor, Hausfriedensbruch begangen, Dokumente gefälscht und vorgetäuscht zu haben, eine Amtsperson zu sein. Den 11 angeklagten Aktivisten und Aktivistinnen drohen Gefängnisstrafen, Bussen und Einträge ins Strafregister. Zusätzlich zu den Aktivisten steht auch Greenpeace Nordic (Dänemark, Norwegen, Schweden) als Organisation unter Anklage.

Drei der Greenpeace-Aktivisten betraten als Staatschef von “Mutter Erde“, dessen Frau und deren Leibwächter am Abend des 17.12. 2009 den roten Teppich vor dem Parlamentsgebäude. Bei der Ankunft der Staatschefs entrollten sie ein Banner mit der Aufschrift „Politicians talk, Leaders act“. Laut Greenpeace Schweiz Co-Geschäftsführer Markus Allemannn stellt die vorliegende Anklage das demokratische Recht auf friedlichen Protest in Frage.

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Bild: Greenpeace

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