Greenpeace-Aktion für Klimaschutz

  • Barbara Darani
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Am 28. August hissten fünf Greenpeace-Alpinisten auf der Dufourspitze – der mit 4634 m.ü.M. höchste Berggipfel der Schweiz – ein Banner, mit dem sie gegen die Untätigkeit der Politiker in Sachen Klimawandel protestierten. Allem voran setzten sie ein Zeichen gegen die desaströsen Klimaziele des Bundesrates. Mit dem Bannertext „tck-tck-tck – Time for climate solutions“ machen die Greenpeace-Bergsteiger auf den Wettlauf mit der Zeit aufmerksam: nur noch 100 Tage bis zur alles entscheidenden Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen. An der Konferenz wird sich die internationale Staatenwelt über die neu festzulegenden CO2-Reduktionsziele streiten und sich – falls die Vernunft siegt – auf  eine drastische Reduktion der Kohlendioxidemissionen einigen.

Die Zeit wird nämlich knapp. Der Klimawandel geht viel schneller vonstatten als die Wissenschaft erwartet hat, die Prognosen werden immer schlechter. Wenn der CO2-Ausstoss nicht sofort dramatisch gesenkt wird und die Erderwärmung 2 Grad Celsius übersteigt, läuft der Klimawandel völlig aus dem Ruder. Doch statt taugliche Klimaziele zu verabschieden, die auf wissenschaftliche Fakten gestützt sind, überbieten sich die Staaten im Nichtstun. So etwa der Bundesrat: er hat diese Woche völlig unzureichende Klimaschutzziele bekannt gegeben und damit den politischen Bankrott zum Klimaschutz erklärt.

Am darauffolgenden Tag – dem 29. August – haben BerggängerInnen und Greenpeace-AktivistInnen zudem oberhalb des Gornergletschers ein knapp deri Meter hohes «Steinmandl» gebaut. In diesem Steinmandli ist die Forderung nach schnellem und wirkungsvollem Klimaschutz «Save our Climate now!» eingemeisselt. Mit der Aktion protestieren Greenpeace-Aktivisten zusammen mit engagierten Bürgern und Bürgerinnen gegen die inakzeptablen Klimaschutzziele, die der Bundesrat letzten Mittwoch bekannt gab. Damit wird die Schweiz im Dezember bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen zur Bremserin. Greenpeace fordert deshalb eine Korrektur dieser Ziele. Die Schweiz muss bis 2020 ihre CO2-Emissionen um 40% reduzieren und Geld für den globalen Klimafonds auf den Tisch legen.

Die schweizerische Greenpeace-Aktion vom 28. August ist Teil eines weltweiten Aktionstages, an dem sich Dutzende von Umweltorganisationen beteiligen, um auf den rasant fortschreitenden Klimawandel aufmerksam zu machen. Ihre Forderung an alle Regierungschefs lautet: Act now – Handelt jetzt. Denn Kopenhagen darf nicht scheitern, der Klimaschutz muss zu einem der wichtigsten Ziele der Staatengemeinschaft werden. Greenpeace wird mit einem Klimaschutzcamp auf dem Gletscher weiter ausharren, um der Gefährlichkeit des globalen Klimawandels und der Dringlichkeit zu handeln, Nachdruck zu verleihen. Auch Menschen, die nicht zum Gletschercamp kommen können, können ihre Forderung nach echtem Klimaschutz auf der Website von Greenpeace zum Ausdruck bringen.

Greenpeace

1 Kommentar

  • Demir

    Hoffentlich wird bald was geändert wir zerstören den Tieren ihr Land und unseres wird weiter ausgebreittet das finde ich absolut nicht fair mehr als nicht fair wenn es kein eis mehr gibt auf dem meer sind wir alle tot und die tire auch ich wünschte wir hatten unser land und die Tiere ihres dan müssten sie nicht von unseren fehlern leiden

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