© Louis Vest [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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greenAlps: Biodiversität braucht mutige Politik und stringente Umsetzung

  • Roman Vonwil
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Die biologische Vielfalt ist unsere Lebensgrundlage. Doch die Strategien zu ihrem Schutz werden nicht effektiv umgesetzt und Projekte zeigen oft nicht die erhoffte Wirkung. Wie dies von der lokalen bis zur internationalen Ebene verbessert werden kann, präsentieren die Partner des internationalen greenAlps-Projekts.

Der Reichtum und die Leistung der Biodiversität in den Alpen sind immens. Aus Studien geht hervor, was zu tun wäre, um diese zu sichern und zu fördern. Allerdings sind diese Erkenntnisse noch nicht überall in Politik und Praxis angekommen. Hier setzt das Projekt greenAlps an, das von acht Partnern aus allen Alpenländern getragen wird und in das die grossen alpenweiten Netzwerke von NGOs, Schutzgebieten und Forschung eingebunden sind.

Um die Biodiversität zu erhalten, müssten politische Entscheidungsträger ein integriertes, sektor-übergreifendes Leitbild für die alpine Landschaft entwickeln und umsetzen. Diese Erkenntnis leiten die Partner des Projekts aus ihren Untersuchungen ab, im Rahmen derer sie die EU- Strategien im Bereich Biodiversität und die Ergebnisse anderer EU-Projekte durchleuchtet und darüber hinaus untersucht haben, welche Bedeutung diese für die laufenden und zukünftigen Naturschutzstrategien im Alpenraum haben. Diese Analyse wurde ergänzt durch Erfahrungen, die unter den lokalen Stakeholdern in diversen Pilotgebieten in verschiedenen Ländern zusammengetragen wurden. greenAlps zeigt damit Chancen und Hindernisse für eine effektive Strategie zur Erhaltung der Biodiversität und der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen im Alpenraum auf. Die Projektergebnisse wurden jetzt auf der Webseite von greenAlps veröffentlicht.

„Die aktive Umsetzung des Schutzes der Biodiversität ist eine zentrale Herausforderung an uns alle“, betont Silvia Reppe vom deutschen Umweltministerium, das derzeit den Vorsitz der Alpenkonvention innehat. Die Projektpartner von greenAlps haben auch Vorschläge erarbeitet, wie die europäischen Förderprogramme besser auf die Bedürfnisse der AkteurInnen in den Regionen eingehen können. „Auf lokaler und regionaler Ebene funktioniert die Zusammenarbeit am besten. Hierfür müssen mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden“, empfiehlt Michael Vogel, Direktor des Nationalparks Berchtesgaden in Deutschland und Präsident des Netzwerks Alpiner Schutzgebiete ALPARC, das als Leadpartner des Projekts fungiert.

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