Zum ersten Mal wurde auf St. Galler Kantonsgebiet ein Goldschakal gesichtet. | © Kanton St. Gallen
Zum ersten Mal wurde auf St. Galler Kantonsgebiet ein Goldschakal gesichtet. | © Kanton St. Gallen

Goldschakal – erstmaliger Besuch im Linthgebiet

  • Mélanie Guillebeau
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Eine Premiere der besonderen Art: Im Linthgebiet wurde zum ersten Mal auf St. Galler Kantonsgebiet ein Goldschakal gesichtet. Für die Schweiz gibt es seit der ersten Beobachtung im Jahr 2011 erst wenige Meldungen dieses allesfressenden Einwanderers.

Das Verbreitungsgebiet des Goldschakals erstreckt sich von Asien, Indien über Arabien und weite Teile Afrikas bis in die Türkei. Und Sie bemerken richtig: Die Schweiz und grosse Gebiete Europas gehören nicht zu seinem ursprünglichen Lebensraum. Doch mit dem Verschwinden des Wolfes und der voranschreitenden Klimaerwärmung – also sozusagen mit unserem Zutun – hat es der Goldschakal geschafft, weitere Regionen als natürlichen Lebensraum in Anspruch zu nehmen.

Erst fünf Sichtungen in der Schweiz

Nach Angaben von KORA wurde in der Schweiz der erste Goldschakal 2011 in den Nordwestalpen mithilfe einer Fotofalle auf Bild festgehalten. Danach folgten weitere Sichtungen im Kanton Graubünden und zuletzt im Jahr 2016 im Kanton Schwyz. Als fünfte Sichtung reiht sich nun die neuste Beobachtung eines Goldschakals vom 13. Juli 2017 im Linthgebiet in diese Folge ein.

Wie die Staatskanzlei St. Gallen berichtet, hat ein Ornithologe das Tier zu Gesicht bekommen. Dabei stand die wolfsähnliche Färbung und Körperhaltung im Widerspruch mit seiner Grösse und seinem Verhalten – dementsprechend schwierig fiel die Bestimmung aus. Doch das geschossene Foto bestätigt, dass es sich hier um einen Goldschakal handelt: Er besitzt die charakteristische goldgelbe, fuchsähnliche Färbung des Fells.

Und der Fuchs ist es, der sich über die Einwanderung des Goldschakals nicht sonderlich freuen dürfte. Denn Fuchs als auch Goldschakal sind Allesfresser und somit Nahrungskonkurrenten.

2 Kommentare

  • Ike Undine

    so ein schönes Tier.. Schade wohne ich nicht in St. Gallen..
    Gratuliere dem Fotografen, so ein Bild ist ein Unikat !!

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  • Widmer Eric

    Gesichtet wurde der Schakal schon einige Male mehr. Habe ihn selber im März schon auf St. Gallerboden beobachtet.

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