Trotz grossem Widerstand ist die Verwendung von Glyphosat weiterhin erlaubt. | © BUND Bundesverband, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Trotz grossem Widerstand ist die Verwendung von Glyphosat weiterhin erlaubt. | © BUND Bundesverband, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Glyphosat-Zulassung um 18 Monate verlängert

  • Amanda Buol
  • 4

Die EU-Kommission hat die Wiederzulassung für das Pestizid Glyphosat bewilligt. Der grosse Widerstand gegen das Pestizid ist für Pro Natura ein Zeichen dafür, dass die Zeit der Gifte in der Landwirtschaft abläuft.

Die Zulassung für das Pestizid Glyphosat läuft am 30. Juni aus. Nun hat die EU-Kommission, nach mehrfachem Aufschieben, den Entscheid gefällt, die Wiederzulassung für wahrscheinlich weitere 18 Monate zu verlängern. Das umstrittene Pestizid Glyphosat steht im Verdacht, Krebsfördernd zu sein. Dem Entscheid ist daher ein grosser Widerstand von mehreren Seiten vorausgegangen. Gewehrt hatten sich neben zahlreichen Nichtregierungsorganisationen auch mehrere Minister von EU-Mitgliedstaaten sowie das Europäische Parlament.

Die nur mühsam erlangte Wiederzulassung für das Pestizid Glyphosat im EU-Raum ist für Pro Natura ein Zeichen dafür, dass die Zeit der Gifte in der Landwirtschaft abläuft. Leider habe es die EU-Kommission verpasst, einen zukunftsweisenden Entscheid zu fällen, um die Bürgerinnen und Bürger und die Umwelt vor den besorgniserregenden Auswirkungen des Pestizids Glyphosat zu schützen, sagt Marcel Liner, Landwirtschaftsexperte bei Pro Natura.

Der Zeitpunkt sei für die Schweiz ideal um eine Vorreiterrolle zu übernehmen, so Pro Natura. In Kürze startet die öffentliche Anhörung zum Aktionsplan des Bundes zur Pestizidreduktion.

4 Kommentare

  • Gabriela Babel Singh

    Soweit ich weiss ist Glyphosat ein Herbizid und kein Pestizid, was es auch nicht besser macht. Man sollte weder das Eine noch das Andere auf Nahrungsmittel für Mensch oder Tier ausbringen.

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    • Amanda Buol

      Guten Tag Frau Singh

      Pestizid ist ein Überbegriff für alle Pflanzenschutzmittel. Herbizid ist quasi die „Untergruppe“ und beschreibt explizit ein Mittel, welches Pflanzen vernichtet. Anderes Beispiel wäre Fungizid (vernichtet Pilze) oder Insektizid (vernichtet Insekten).

      Freundliche Grüsse

  • Karin

    Wollten die Politiker den Menschen nicht erklären, was sie „Gutes“ von der EU haben? Deutlicher konnten sie es nicht sagen: Menschenverachtung und Verlust des Rechts auf körperliche und geistige Unversehrtheit. Respekt vor dem tierischen Leben, z. B. schreddern von lebenden Küken, gibt es schon nicht mehr. Warum sollte vor dem Menschenleben haltgemacht werden? Es geht um Profit und Wirtschaft. Nichts sonst zählt. Ich lebe in Deutschland und unsere Politiker haben wieder einmal nichts getan um uns zu schützen. Wie praktisch, EU Kommissionäre haben es verpasst. Diese Kommissionäre bezahle ich/ wir. Wenn es das ist, was wir zu erwarten haben, kann ich nur sagen: „nein Danke EU, ich würde gerne auf euch verzichten. Das Schlimmste ist diese Hilflosigkeit und diesen gewissenslosen Menschen ausgesetzt zu sein.

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    • Kurt

      Danke! Da kann man sich nur anschliessen…


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