Impatiens_glandulifera_01

Globalisierung fördert invasive Arten

  • Caroline Nienhuis
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Impatiens_glandulifera_01Gemäss den Ergebnissen eines internationalen Forschungsteams, mit Beteiligung des Instituts für Ökologie und Evolution der Universität Bern, profitieren invasive Pflanzen und Tiere von der Globalisierung. Für die biologische Invasion nicht einheimischer Arten sind nicht geografische oder klimatische Faktoren bestimmend sondern der wirtschaftliche Wohlstand eines Landes und dessen Bevölkerungsdichte. Am erfolgreichsten breiten sie sich in wirtschaftlichen Ballungszentren aus. Damit wurde nachgewiesen, dass der menschengemachte Einfluss grösser ist als jegliche natürliche Einflüsse.

Für die Studie wurden Daten der DAISIE-Datenbank über gebietsfremde Pflanzen- und Tierarten in Europa ausgewertet. Für das EU-Projekt DAISIE (Delivering Alien Invasive Species Inventories for Europe) wurden für die Länder Europas über 11’000 gebietsfremde Arten erfasst. Durch umfassende Modellberechnungen konnten die Forscher nachweisen, dass ökonomische und demografische Faktoren ausschlaggebend sind für eine erfolgreiche Bio-Invasion.

Bevölkerungswachstum, Handel und Reichtum sind die Hauptursachen für die Einschleppung invasiver Arten. Deshalb fordern die Forscher die Politik zum Handeln auf. Denn bereits heute kostet die Bekämpfung invasiver Arten in der EU über 10 Millionen Euro pro Jahr.

Zusammenfassung Forum Biodiversität Schweiz

Institut für Ökologie und Evolution der Universität Bern (Englisch)

DAISIE (Englisch)

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