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Globaler Umweltbericht fordert weitere Massnahmen

  • Nora Kieselbach
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Wie die Bundesverwaltung auf ihrer Homepage mitteilt, hat das UN-Umweltprogramm UNEP gestern in Genf und Rio de Janeiro den fünften globalen Bericht (Global Environment Outlook, GEO-5) über den Zustand der Umwelt vorgestellt. Dieser zeigt, wie es um die globale Umwelt steht und bildet die Grundlage für Massnahmen zu ihrem Schutz.

Zum ersten Mal basiert der Bericht auf globalen Umweltzielen, wodurch er politisch mehr Gewicht erhalten soll. Dies ist eine massgeblich von der Schweiz initiierte Neuerung. Die Schweiz setzt sich seit längerem für eine bessere Nutzung von Zielen als Instrument der internationalen Umweltpolitik ein. Zudem verfügt der Bericht erstmals über eine Zusammenfassung für Entscheidungsträger, die unter den Staaten diskutiert und genehmigt wurde. Dadurch soll die Politikrelevanz des GEO-5-Berichts verbessert werden. Der Bericht und die darin enthaltenen Schlussfolgerungen über den Zustand der Umwelt bilden eine wichtige Grundlage für die UNO-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20, welche im Juni in Rio de Janeiro stattfindet.

Die Schweiz war wissenschaftlich und finanziell an der Erarbeitung des Berichts beteiligt. Der GEO-5-Bericht kommt zur Schlussfolgerung, dass die derzeit beobachteten Umweltveränderungen beispiellos in der Geschichte der Menschheit sind. Massnahmen der internationalen Umweltpolitik zum verbesserten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, der Verbesserung der Ressourceneffizienz- oder dem Schutz der Ozonschicht hätten wohl Verbesserungen in einzelnen Bereichen gebracht; weitere Massnahmen seien aber nötig, insbesondere im Bereich der Klimawandel-, Biodiversitäts-, Wasser-, Abfall- und Chemikalien-Problematik, ansonsten entstünden unumkehrbare Schäden an den globalen Ökosystemen, was das Überleben der Menschheit gefährde.

UN-Umweltprogramm UNEP

GEO-5-Bericht (e)
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Bild: DingTo (Wikimedia Commons)

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