Gletscherschwund: Schweizer zu locker

  • Barbara Darani
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gletscher2Laut dem Newsportal Swissinfo sind sich die Schweizer Alpengemeinden der Wichtigkeit ihrer Gletscher für Tourismus, Wasser und Energie bewusst. Auf eine Zukunft ohne Gletscher sind sie laut einer Studie der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz aber schlecht vorbereitet. Nur 13% von 131 der befragten Gemeinden hätten Zukunftspläne entwickelt, wie mit dem Rückgang ihrer Gletscher umgegangen werden könne. Die Studie wurde kürzlich in Crans Montana im Kanton Wallis an einer zweitägigen Konferenz zu den Auswirkungen des Gletscherschwunds auf Schweizer Bergregionen präsentiert.

„Die Schweizer Gletscher haben mit einer Fläche von über Tausend Quadratkilometern einen enormen Einfluss auf Umwelt, Standort und lokale Bevölkerung“ zitiert Swissonline die Autorin der Studie, Christine Neff. Die Gemeinden gingen das Problem des Gletscherschwundes zu locker an und würden einfach abwarten, was passiert. Die Gemeinden sollten sich zusammensetzen und die besten Methoden im Umgang mit schmelzenden Gletschern austauschen. Ausserdem sollten Einwohnerinnen und Einwohner, Touristen, lokale Behörden und Schulen besser über die Auswirkungen informiert werden.

Die Gletscher schmelzen unaufhaltsam und immer rascher, die meisten könnten sogar noch in diesem Jahrhundert gänzlich verschwinden, schreibt Swissonline weiter. Wilfried Haeberli von der Universität Zürich unterstrich die Gefahren der sich auflösenden Gletscher für Einwohnerinnen und Einwohner der Bergdörfer. Dazu gehören Felsstürze, Eisschlag und neue, unkontrolliert wachsende Gletscherseen. Wie Stefan Kunz – Präsident des Schweizer Ablegers der Internationalen Alpenschutzkommission (Cipra)- vom Newsportal zitiert wird, sei auf politischer Ebene wichtig, dass die Schweiz eine kohärentere Alpenpolitik entwickle.

Swissinfo.ch

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