Giftcocktails in Früh-Erdbeeren

  • Redaktion Naturschutz
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Greenpeace Deutschland schlägt Alarm: Jede Zehnte der von Greenpeace untersuchten Früh-Erdbeeren aus den sieben grössten deutschen Supermarktketten überschreitet die Grenzwerte für Pestizide. In zwei Drittel der Import-Erdbeeren wurden zudem gesundheitlich besonders bedenkliche Mehrfachbelastungen mit bis zu fünf verschiedenen Pestiziden gleichzeitig gefunden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des EinkaufsNetzes, der Verbraucherorganisation von Greenpeace Deutschland. Mitarbeiter des Greenpeace-EinkaufsNetzes hatten Ende Februar in deutschen Supermärkten insgesamt 22 Erdbeer-Proben aus Spanien und Marokko gekauft und von einem anerkannten Speziallabor untersuchen lassen. Nur fünf Erdbeer-Proben waren frei von Rückständen, darunter diejenige aus Bio-Anbau.
Besonders schlecht schnitten spanische Erdbeeren von Kaufhof und Spar ab. „Diese Erdbeeren sind gesundheitlich bedenklich und der Verkauf ist gesetzwidrig“, sagt Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace. „Die Handelsketten müssen die Ware umgehend vom Markt nehmen.“ Früh-Erdbeeren gehören zu den Obstsorten, die am stärksten und häufigsten mit Pestiziden belastet sind. Sie kommen auch in der Schweiz in grossen Mengen in die Läden.

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