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Gift: Greenpeace kritisiert Nike und Adidas

  • Redaktion Naturschutz
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Greenpeace hat heute den Bericht «Schmutzige Wäsche» veröffentlicht. Eigene Analysen zeigen, wie Zulieferer von Nike, Adidas und Co. in China die Flüsse verschmutzen. Das hat laut der Umweltorganisation schlimme Folgen für die Umwelt und die Bevölkerung, die das belastete Wasser aus den Flüssen trinken und im Haushalt verwenden muss. Greenpeace fordert von den Sportartikel-Herstellern, dass die Wasserverschmutzung im Süden gestoppt wird.

Greenpeace hat bei zwei Textilfabriken in China Abwasserproben genommen und auf Giftstoffe untersucht. Die erste Anlage, die Youngor Textile Complex, befindet sich im Delta des Jangtse-Flusses. Die zweite, die Well Dyeing Limited, liegt an einem Nebenfluss des Pearl-Deltas. Die Monate dauernden Greenpeace-Recherchen der globalen Zuliefererkette ergaben, dass die beiden Textilfirmen internationale und nationale Sport- und Lifestyle-Marken beliefern. Das seien unter anderem auch die beiden Sportgiganten Nike und Adidas.

Greenpeace hat in den Abwasserproben laut einer Medienmitteilung „Azofarbstoffe, Schwermetalle und andere Schadstoffe mit gefährlichen Eigenschaften“ nachgewiesen. Fatal für die Bevölkerung: Millionen Menschen beziehen ihr Trinkwasser aus den Flüssen, fischen und nutzen das Flusswasser für die Landwirtschaft. Viele dieser Chemikalien dürfen in der Schweiz und Europa nicht eingesetzt oder in Flüsse eingeleitet werden.

Die Bekleidungsindustrie ist eine der wasserintensivsten Branchen überhaupt. Für ein Kilogramm Stoff werden bis zu 100 Liter Wasser verschmutzt. Die Produktionsschritte wie Färben, Bleichen oder Bedrucken sind chemikalienintensiv. Selbst moderne Kläranlagen können sie nicht vollständig filtern. Die Verschmutzung von Fluss-, Grund- und Trinkwasser ist die Folge. «Die betroffenen Unternehmen und insbesondere die Sportmarken Nike, Adidas & Co. müssen die Verantwortung für die Verwendung und Freisetzung dieser Giftstoffe übernehmen. Die Kleider-Champions müssen ihre Zulieferer dazu verpflichten, die Wasserverschmutzung zu stoppen und künftig sauber zu produzieren», sagt Matthias Wüthrich, Leiter der Chemiekampagne bei Greenpeace Schweiz.

Die Umweltorganisation fordert die Sport- und Trendmarken auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen und über die gesamte Zulieferer- und Wertschöpfungskette eine saubere Produktion durchzusetzen, die nicht auf der Verschmutzung von Flüssen in den Ländern des Südens basiert. Von den Regierungen verlangt Greenpeace gesetzliche Rahmenbedingungen, wie die verbindliche Null-Emission und Elimination von Schadstoffen innert Generationenfrist, sowie das Recht der Öffentlichkeit auf Informationen über den Schadstoffeinsatz.

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