Gibt Monsanto auf?

  • Eliane Küpfer
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Bereits zum zweiten Mal in diesem Sommer verkündet Monsanto den Rückzug aus dem Europäischen Markt. Anfang Juni hat der Konzern angekündigt, keine neuen Zulassungsanträge für gentechnisch veränderte Lebensmittel einzureichen. Nun will der Konzern auch bereits eingereichte Anträge für den Anbau von fünf gentechnisch veränderten Mais-, einer Soja- und einer Zuckerrübensorte zurückziehen, schreibt die TAZ.

Das klingt zunächst nach einer guten Nachricht, anscheinend hat der Konzern eingesehen, dass die Mehrheit der Verbraucher Gentechnik im Essen ablehnt. Wie Foodwatch schreibt möchten in Frankreich 84 Prozent, und in Deutschland 78 Prozent der Bevölkerung keine Gentechnik auf ihrem Teller haben. Dafür gibt es laut Foodwatch gute Gründe: Es ist schwer vorauszusehen, wie sich diese Technologie langfristig auf unsere Gesundheit auswirkt. Zwar konnte in Studien bis jetzt nicht eindeutig nachgewiesen werden, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel für uns Menschen schädlich sind, wie Naturschutz.ch berichtete. Andererseits gibt es keine Langzeitstudien, die das Gegenteil zeigen und verschiedene Tierversuche mit Fischen und Ratten weisen darauf hin, dass Gentechnisch veränderte Lebensmittel nicht unproblematisch sein könnten. Doch wie sie sich genau auswirken, werden erst die nächsten Generationen erfahren.

Nur ein Täuschungsmanöver?
Doch leider folgt nun die schlechte Nachricht: wir werden trotzdem gentechnisch veränderte Lebensmittel konsumieren. Denn wie die TAZ weiter schreibt, hat Monsanto lediglich die Strategie geändert und setzt auf Importe. So verschwindet Monsanto aus der öffentlichen Kritik und Wahrnehmung. Hinter den Kulissen lobbyiert der Konzern aber für ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa. Ausserdem soll auch weiterhin gentechnisch verändertes Tierfutter nach Europa eingeführt werden. Schon heute besteht importiertes Soja zu etwa 80 Prozent aus Genpflanzen. Das Fleisch von Tieren, die solches Futter bekommen, muss jedoch nicht gekennzeichnet werden.

Foodwatch fordert daher, dass auch tierische Produkte, die mit Gentechnik erzeugt wurden, gekennzeichnet werden müssen. Nur so können die Konsumenten sich tatsächlich frei entscheiden und gentechnisch veränderte Lebensmittel vermeiden.

Weitere Informationen TAZ

Foodwatch

1 Kommentar

  • Werner Nosko

    Nehmen Sie sich Bitte ein paar Minuten iher Zeit und handeln SIe. Die Organisation Europäische (gegen) Lobbyisten Union startete die Kampagne

    MONSANTO GO HOME
    http://www.avaaz.org/en/petition/Monsanto_go_home?copy

    Bitte unterzeichnen und helfen Sie uns diese in Europa rund um die Welt zu verbreiten. Per E-MAil Facebook Freunden, Verwandten und Bekannten. Nur gemeinsam erreichen wir etwas. Die Hoffnung stirb zuletzt. Danke

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