Gewinner und Verlierer 2010

  • Monika Jung
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Tiger JungtierDie Zahl der bedrohten Arten stieg auch 2010 ungebremst, ein Drittel aller untersuchten Tiere, Pflanzen und anderen Lebewesen sind gemäss der Roten Liste der Weltnaturschutz-Union IUCN bedroht. Zu den grössten Verlierern dieses Jahres gehört der Blauflossenthunfisch: Er wurde nicht unter Schutz gestellt, obwohl sein Bestand kurz vor dem Kollaps steht. Hoffnung gibt es hingegen für den Tiger; Staatschefs haben sich in letzter Minute auf einen Rettungsplan geeinigt.

Die Zahl der bedrohten Arten wächst Jahr für Jahr und immer schneller: 18’351 oder 33 Prozent aller Arten gelten laut der IUCN heute als gefährdet. 2009 waren es noch 17’291 Arten, im Jahr davor 16’928. Verschlechtert hat sich die Situation besonders bei den Fischen, dort zeigt die Kurve der bedrohten Arten steil nach oben. Doch es gibt auch erfreuliche Nachrichten: Einige Arten wurden weltweit unter Schutz gestellt, andere profitieren von bereits umgesetzten Schutzmassnahmen. Der WWF Schweiz stellt Verlierer und Gewinner des Jahres 2010 gegenüber.

Als Verlierer gelten der Blauflossenthunfisch, der Wolf, der Feldhase, das Java-Nashorn und der Brillenpinguin. Die Gewinner sind für den WWF Schweiz der Tiger, der Biber, der Amazonas-Flussdelfin, der Eichelhäher und der Zagros-Molch.

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2 Kommentare

  • Monika

    Die Formulierung betreffend Artenzahlen ist wirklich missverständlich. Zur Klärung: Bei den Zahlen handelt es sich um die von der IUCN im Jahr 2010 untersuchten Arten und nicht um die insgesamt bekannten Arten. Untersucht hat die IUCN knapp 56‘000 Arten, ein Drittel davon stuft sie als gefährdet ein. Hier der Link zu den genauen Zahlen: http://www.iucnredlist.org/documents/summarystatistics/2010_4RL_Stats_Table_1.pdf

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  • Kurt Balmer

    Die genannten Artenzahlen sind blanker Unsinn. Man käme so auf 50’000 Arten „Tiere, Pflanzen und anderen Lebewesen“. Gemeint sind wohl die Wirbeltiere (dann scheiden aber die Pfanzen und anderen Lebewesen aus). Schade, dass eine Naturschutzportal im Kernbereich nicht präzieser arbeitet.

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