Gewinner Public Eye Award

  • Gavino Strebel
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public eyeAm 27.1.10, dem Eröffnungstag des World Economic Forum (WEF) vergaben die Erklärung von Bern (EvB) und Greenpeace in Davos die «Public Eye Awards 2010». An der Davoser Gegen-Gala zum 40. WEF erhielten die umwelt- und menschenverachtendsten Unternehmen wieder einen der berühmt-berüchtigten Anti-Oscars. In den knapp zwei Wochen vor der Preisverleihung hatten über 20’000 Menschen an der Abstimmung für den Publikumspreis teilgenommen – doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Ihre Public Eye Awards 2010 redlich verdient haben sich die nichtstaatliche Royal Bank of Canada sowie der Basler Pharmakonzern Roche. Der erste „Greenwash Award“ geht derweil an das höchst fragwürdige UNO-Wassermandat.

Am elften Public Eye in Davos haben Greenpeace Schweiz und die EvB zwei Unternehmen und eine Institution „ausgezeichnet“, deren verantwortungsloser Umgang mit Menschen und Umwelt die Schattenseiten eines von Profitdenken getriebenen, ungezügelten Ultraliberalismus zeigt. „Die andauernde Finanzkrise hat die Systemfehler des Kapitalismus, wie wir ihn kannten, schonungslos offen gelegt und dadurch erst wirklich therapierbar gemacht“, stellte Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz per Videobotschaft – statt wie geplant vor Ort – fest. Der Vordenker rechtlich verbindlicher Regeln für transnationale Konzerne warnte aber zugleich davor, dass „die Marktfundamentalisten bereits wieder Morgenluft wittern“ und versuchen, „die zu neuem Selbstbewusstsein erwachte Politik erneut zu schwächen“.

Die Royal Bank of Canada gewinnt den diesjährigen „Global Award“. Am Pranger steht das umsatzstärkste Unternehmen Kanadas wegen seiner Rolle als weltweit führender Financier der Ölsandkonzerne. Diese fördern in der Provinz Alberta auf einer Fläche grösser als die Schweiz und Österreich zusammen das dreckigste Rohöl der Welt. In seiner Laudatio berichtet Brant Olson vom kalifornischen Rainforest Action Network von „einer der grössten Umweltsünden des 21. Jahrhunderts“ und fordert deren Hauptgeldgeber zur „endgültigen Abkehr von dieser mittelalterlichen Klimakiller-Industrie“ auf.

Hier die wohl nicht sehr erfreuten Gewinner der drei Kategorien:

Der «People’s Award» und der «Swiss Award» gehen an Roche

Den «Global Award» gewinnt die Royal Bank of Canada

Den neugeschaffene «Greenwash Award» erhält das Wasser-Mandat der Uno

Public Eye Awards 2010

Erklärung von Bern (EvB)

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