Gewässerverschmutzung durch Import-Textilien

  • Manuela Just
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Durch die normale Haushaltswäsche gelangen giftige und hormonell wirksame Chemikalien in Schweizer Gewässer. Zu diesem Ergebnis kommt Greenpeace Schweiz, im Rahmen ihres Reports „Schmutzige Wäsche – Gefährliche Chemie aus der Waschtrommel“.

Greenpeace hat Textilien diverser Modemarken aus elf Verkaufsländern auf giftige Chemikalien, welche beim Waschen austreten untersucht. Bei der Hälfte der untersuchten Stoffproben wurden mehr als 80 Prozent eines chemischen Stoffs in den Textilien, mit der ersten Wäsche ausgewaschen. Die Chemikalien gelangen mit dem Waschwasser in die Kanalisation und so in die Kläranlagen. Da die Kläranlagen die Chemikalien nicht effektiv filtern können, gelangen die Schadstoffe mit dem Abwasser in die Umwelt, so Greenpeace.

„Modemarken machen ihre Kunden zu unfreiwilligen Komplizen bei der weltweiten Wasserverschmutzung“, so Matthias Gunsch von der Chemiekampagne bei Greenpeace Schweiz. Er fordert die Branche auf, „ihre Produktion … zu entgiften“. Eine zusätzliche Massnahme wäre gemäss Greenpeace die Aufrüstung der Kläranlagen mit Aktifkohlefiltern.

Einen Ausstieg aus der Produktion mit gefährlichen Chemikalien bis zum Jahr 2020 haben bisher Nike, Adidas, Puma, Li Ning, H&M und C&A zugesagt, so Greenpeace. Mit der Kampagne «Detox» engagiert sich Greenpeace für eine Textilproduktion ohne gefährliche Chemikalien.

www.greenpeace.ch

Bild: US Nessie (Wikimedia Commons)

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